Ölquelle vor US-Küste soll endgültig versiegelt werden
Washington (dpa) - Die defekte Ölquelle im Golf von Mexiko soll endgültig versiegelt werden. Fünf Monate nach Beginn der schwersten Ölpest in der US-Geschichte haben Experten des britischen BP-Konzerns mit der sogenannten «Operation Bottom Kill» begonnen.
Nach fünf Monaten soll das Öl-Leck im Golf von Mexiko entgültig verschlossen werden.
Dabei wird in über 4000 Meter Tiefe unter dem Meeresboden Schlamm und Zement in das Bohrloch gepresst, um die Quelle zum Versiegen zu bringen. Möglicherweise können die Arbeiten bereits an diesem Samstag beendet werden, hofft der Sonderbeauftragte der Regierung, Thad Allen.
Schon seit Mitte Juli fließt kein Öl mehr ins Meer, nachdem es den Ingenieuren gelang, das Leck an der Steigleitung am Meeresboden abzudichten.
Zuvor waren drei Monate lang insgesamt 660 000 Tonnen Rohöl ausgetreten. Weite Teile der US-Golfküste wurden verseucht, zeitweise war in rund einen Drittel der amerikanischen Küstenregionen Fischfang untersagt.
Die Katastrophe hatte am 20. April mit der Explosion der Bohrinsel «Deepwater Horizon» begonnen, bei der elf Arbeiter ums Leben kamen. Zwei Tage später sank die Plattform. Das Sicherheitsventil, das ein Austreten des Öls hätte verhindern wollen, versagte aus bisher ungeklärten Gründen.
US-Präsident Barack Obama hatte von Beginn an klargestellt, dass BP die Verantwortung trage. BP versprach, für Schäden aufzukommen und will dafür 20 Milliarden Dollar (15,3 Milliarden Euro) zur Verfügung stellen.
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