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Mixa stellt Rücktritt nicht mehr infrage

Augsburg (dpa) - Walter Mixa hat sich endgültig mit dem Verlust des Augsburger Bischofsamtes abgefunden. Er akzeptiere die Entscheidung des Vatikans und stelle seinen Rücktritt nicht weiter infrage, hieß es am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung der Augsburger Bistumsleitung und Mixas.

Walter Mixa, hier Mitte April, hat sich mit dem Verlust des Augsburger Bischofsamtes abgefunden.
Walter Mixa, hier Mitte April, hat sich mit dem Verlust des Augsburger Bischofsamtes abgefunden.
Mixa werde der Einladung des Papstes zu einem Gespräch in Rom gerne nachkommen und dabei seinen Rücktritt und dessen Umstände nicht mehr infrage stellen. Für den Druck, den er bei der Unterzeichnung seines Rücktritts empfunden habe, mache Mixa niemanden verantwortlich und niemandem Vorwürfe.

Der Augsburger Diözesanrat reagierte mit Erleichterung auf die Erklärung des zurückgetretenen Bischofs. «Dies ist ein erster Schritt in eine gute Zukunft, jetzt ist Versöhnung angesagt», erklärte der Ratsvorsitzende Helmut Mangold der Nachrichtenagentur dpa. Jetzt sei ein «echter Neuanfang» in dem zerrissenen Bistum möglich.



Mixa werde seine Wohnung im Augsburger Bischofshaus verlassen, versprach er in der Erklärung. Das Bistum will im Gegenzug nach einer Übergangswohnung für den ehemaligen Augsburger Bischof suchen. Mixa werde sich in einem persönlichen Schreiben an die Gläubigen der Diözese wenden.

Mixa war im März mit schwerwiegenden Prügel- und Finanzvorwürfen konfrontiert worden, die er zunächst leugnete. Später räumte er die Vorwürfe ein und reichte seinen Rücktritt beim Vatikan ein, den er später widerrief.

Dennoch nahm Papst Benedikt XVI. das Rücktrittsgesuch Anfang Mai an. In einem internen, von der Deutschen Bischofskonferenz bestätigten Dossier, waren Mixa angebliche Alkoholprobleme und angebliche homosexuelle Annäherungsversuche angelastet worden.

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