Weltspiegel
Verkehr

Massenkarambolage nahe Ulm: Drei Tote

Von Marco Krefting, dpa

Ulm (dpa) - Bei einer Massenkarambolage südlich von Ulm sind in der Silvesternacht drei Menschen ums Leben gekommen. Außerdem wurden drei Menschen schwer und zehn weitere leicht verletzt, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Nach einer Massenkarambolage bei Ulm sperrte die Polizei die Bundesstraße in beide Richtungen. Foto: Felix Kästle
Nach einer Massenkarambolage bei Ulm sperrte die Polizei die Bundesstraße in beide Richtungen. Foto: Felix Kästle
Zwölf Autos seien gegen 1.15 Uhr auf der Bundesstraße 30 bei Ulm-Donaustetten ineinander gefahren.

«Es sieht so aus, als seien alle in dieselbe Richtung gefahren», sagte ein Polizeisprecher. Ein Geisterfahrer könne höchstwahrscheinlich ausgeschlossen werden, zumal es keine entsprechende Warnmeldung gegeben habe. «Vermutlich hat jemand gebremst, und dann gab es eine Kettenreaktion.»

Zwei 80 Jahre alte Eheleute aus Ulm und ein 20-Jähriger aus dem Kreis Biberach starben noch am Unglücksort. Das Paar saß dem Sprecher zufolge in einem anderen Auto als der 20-Jährige. Dessen Wagen soll ausgebrannt sein. Die Leichen lagen mehrere Dutzend Meter von den Wracks entfernt auf der Fahrbahn.

Der Rettungsdienst brachte die drei Schwerverletzten in eine Klinik: Eine 18-Jährige sowie ein 31-jähriger Autofahrer und dessen 29-jähriger Beifahrer stammen aus dem Kreis Biberach. 13 weitere Menschen kamen mit einem Bus der Feuerwehr in Krankenhäuser. Zehn von ihnen hatten tatsächlich leichte Verletzungen erlitten, drei erwiesen sich als unverletzt, berichtete die Polizei.

Der genaue Unfallhergang sei bislang unklar, sagte der Sprecher. Die Polizei habe einen Gutachter eingeschaltet, um das genaue Geschehen zu ermitteln. Ein Hubschrauber machte Luftaufnahmen. Offen war zunächst, welche Rolle der Nebel bei dem Crash spielte. Spekulationen gab es zudem über zu hohe Geschwindigkeiten.

Den Rettungskräften bot sich ein schreckliches Bild. Die Autos waren rechts und links der vierspurig ausgebauten Straße in die Leitplanken gerast. An einigen Wracks waren die Hecks oder Seiten aufgerissen. Autoteile lagen über mehrere hundert Meter verteilt herum. Noch in der Nacht begannen die Ermittler damit, Spuren zu suchen und zu sichern. Die Feuerwehr baute an der Unfallstelle ein Notfallzelt auf, in dem Betroffene versorgt und betreut wurden. Dabei unterstützen Notfallseelsorger die Einsatzkräfte. Die Beamten stoppten den Verkehr auf der B30 nach dem Unfall in beiden Richtungen.

Das könnte Sie auch interessieren
Regionen

Wählen Sie Ihre Region

Karte mit einzelnen Regionen Tübingen Reutlingen Pfullingen Eningen Lichtenstein Über der Alb Neckar und Erms
Mitarbeiter gesucht!

  • Stellenanzeigen werden geladen...

Handwerk gehen die Lehrlinge aus

Der Blaumann bräuchte ein cooles Image

Im Karosserie- und Lackierfachbetrieb Salzer in Metzingen-Neuhausen lernt Azubi Ivo Rafael Bernal Pinto von Meister Matthias Rödel, wie Parksensorkabel in die Halterungen bugsiert werden.
Handwerk hat goldenen Boden. So heißt es. Doch anstatt sich auf tragfestes Terrain zu begeben, greifen immer mehr Schulabgänger nach akademischen Sternen. Dem Handwerk kommen die Auszubildenen abhanden. Damit nicht irgendwann der Fachkräftemangel droht, wird Schülern schon frühzeitig die Duale Ausbildung mit allerhand Goodies schmackhaft gemacht und die Strategen der Handwerkskammer schauen im Ausland nach Ersatz.
lesen »

Miss Universe gegen Trumps Latino-Beleidigungen

Bogotá (dpa) - Auch die kolumbianische Miss Univer... mehr»

IS-Anführer bei Luftangriff in Syrien getötet

Washington (dpa) - Im Kampf gegen die Terrormiliz ... mehr»

Rückkehr der Skandal-Drohne «Euro Hawk» kostet fast 200 Millionen

Berlin (dpa) – Die Skandal-Drohne «Euro Hawk» vers... mehr»

Suche nach Mitarbeitern von morgen

MÖSSINGEN. Nicht nur im Handwerk fehlen Lehrlinge.... mehr»

Mehr als 3 500 Starts

REUTLINGEN. Das Meldeergebnis ist fertig, die Helf... mehr»

Geheimdienste

NSA-Aufklärer fordern Konsequenzen aus neuen Spähvorwürfen

Der ehemalige Bundesverwaltungsrichter Kurt Graulich soll nach dem Willen der Koalitionsparteien die US-Spionagelisten sichten. Foto: Jan Woitas/Archiv
Die Abgeordneten im NSA-Untersuchungsausschuss fordern Konsequenzen aus den neuen Enthüllungen, wonach der US-Geheimdienst NSA über Jahre weite Teile der Bundesregierung ausgespäht haben soll.
lesen »
Energie

Energiewende wird noch teurer

Eine breite Kohlelobby aus Gewerkschaften, Industrie, Braunkohle-Ländern, Union und Teilen der SPD hat sich letztlich gegen Gabriel durchgesetzt. Foto: Rainer Jensen
Auf Verbraucher und den Mittelstand kommen neue Milliarden-Kosten bei der Energiewende zu. Die Parteispitzen der großen Koalition vereinbarten, auf die umstrittene Strafabgabe für alte Kohlekraftwerke zu verzichten, mit der der Ausstoß von Kohlendioxid reduziert werden sollte.
lesen »
Prozesse

Brustimplantate-Skandal: Urteil gegen TÜV Rheinland aufgehoben

Brustimplantate aus Silikon der Firma PIP. Foto: Guillaume Horcajuelo
Im Skandal um minderwertige Brustimplantate hat ein französisches Berufungsgericht ein Schadenersatz-Urteil gegen den TÜV Rheinland aufgehoben. Der TÜV habe seine Verpflichtungen bei der Zertifizierung des inzwischen insolventen Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP) erfüllt.
lesen »