Weltspiegel

Heftige Nachbeben erschüttern Chile - Tsunami-Warnung

SANTIAGO DE CHILE. Knapp zwei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben in Chile mit mindestens 497 Toten haben heftige Nachbeben das südamerikanische Land am Donnerstag erschüttert.

Das Epizentrum des stärksten der Erdstöße, die nach Angaben der US-Erdbebenwarte 7,2 erreichten, lag 150 Kilometer südlich von der Hauptstadt Santiago. Die Marine gab eine Tsunami-Warnung heraus.

Bewohner küstennaher Orte wurden aufgefordert, sich sofort in höher gelegene Gebiete zu begeben. Über mögliche neue Opfer oder Schäden gab es zunächst keine Angaben. Tausende Menschen rannten am Donnerstag aus ihren Häusern auf die Straßen, als wiederholt die Erde bebte, berichteten Korrespondenten aus der chilenischen Hauptstadt Santiago de Chile.
Auch die Teilnehmer der Amtseinführung des neuen Präsidenten Sebastián Piñera in Valparaiso wurden aufgeschreckt. Zur Zeremonie waren auch viele ausländische Staatschefs ins Parlament gekommen. Die Erde bebte nur Minuten vor der Amtsübernahme. Mit besorgten Gesichtern und nervös lachend schauten viele Menschen auf die Kronleuchter, die an der Decke des Parlamentssaales schwankten. Auch in den Fernsehstudios sahen sich die Nachrichtensprecher besorgt um, als das Bild zu wackeln begann.

Im weiter südlich gelegenen Katastrophengebiet stürzten tausende Menschen ins Freie. Perus Präsident Alan García zeigte sich jedoch nervenstark: "Wir wollen ja nichts dramatisieren. Das war ein Erdstoß. So etwas haben wir in Lima dauernd", sagte er auf der Freitreppe vor dem Parlament. Anschließend ging er in das Gebäude. (dpa)

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