Mehrkosten

Stuttgart 21: Grüner sieht Belastung für Bahnkunden

STUTTGART. Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 könnte nach Ansicht des Grünen-Politikers Anton Hofreiter vor allem Bahnkunden und Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Es sei damit zu rechnen, dass diese für die Kostensteigerung aufkommen müssten, sagte der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag der »Welt«.

Passagieransturm im Bahnhof.
Passagieransturm im Bahnhof. FOTO: dpa
»Denn wenn die Bahn nun die bislang 1,1 Milliarden Euro Mehrkosten für Stuttgart 21 übernehmen will, dann wird sie das Geld zum einen beim Streckenunterhalt an anderen Stellen einsparen müssen, so dass die Qualität des Angebots schlechter wird und dringend erforderliche Sanierungsarbeiten aufgeschoben werden.«

Zudem werde die Bahn versuchen, die Mehrkosten des Bahnhofs durch höhere Stationsgebühren für Regionalzüge wieder hereinzuholen, sagte Hofreiter. »Weil aber die Regionalzüge vom Land und den Kommunen bezuschusst werden, müssen die höheren Stationsgebühren von den Steuerzahlern getragen werden.«

Stuttgart 21 sei Beispiel für eine falsche Herangehensweise, sagte Hofreiter weiter. Dass Großprojekte immer wieder deutlich teurer werden als geplant, liege vor allem daran, »dass politische Planungsprozesse intransparent sind und ohne angemessene Parlamentsbeteiligung stattfinden«. Zudem würden Kritiker trotz ihrer oft hohen Fachkompetenz in die Ecke von »Krötenschutz-Querulanten« gestellt. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren
Regionen

Wählen Sie Ihre Region

Karte mit einzelnen Regionen Tübingen Reutlingen Pfullingen Eningen Lichtenstein Über der Alb Neckar und Erms
Afghanisatn

Taliban-Chef Mullah Omar ist tot

Mullah Omar war seit Ende 2001 untergetaucht und wurde in Pakistan vermutet. Foto: Archiv
Der Chef der afghanischen Taliban, Mullah Mohammed Omar, ist tot. Wie ein afghanischer Regierungsvertreter der Deutschen Presse-Agentur in der Hauptstadt Kabul sagte, starb er vor zwei Jahren in Pakistan.
lesen »
Versicherungen

Talanx beerdigt klassische Lebensversicherung

Angesichts anhaltend niedriger Zinsen ist das Geschäft mit Lebensversicherungen nicht mehr ertragsreich. Talanx steigt nun aus und setzt auf neue Produkte. Foto: Holger Hollemann
Der Versicherungskonzern Talanx steigt angesichts anhaltender Niedrigzinsen aus dem Geschäft mit klassischen Lebensversicherungen in Deutschland aus. Ab Ende 2016 will das Unternehmen für alle seine deutschen Marken nur noch neuartige Lebens- und Rentenversicherungen ohne Garantiezins anbieten.
lesen »

Strafermittler weisen Zschäpes Anzeige zurück

München (dpa) - Die mutmaßliche Neonazi-Terroristi... mehr»

Dax weiter erholt im vorsichtigen Handel

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat sich weiter erh... mehr»

Türkei geht hart gegen Kurden vor

Nach dem Attentat in Suruc untersuchen Polizisten den Tatort. In der Türkei hat es seit vergangener Woche mehrere Terroranschläge gegeben. Der blutigste war in Suruc und läutete Erdogans Kurswechsel ein. Foto: EPA/Depo Photos/Str

Ankara/Washington/Berlin (dpa) - Trotz internation... mehr»

US-Regierung steht fest an Erdogans Seite

Türkische Soldaten patrouillieren in der südöstlichen Provinz Sirnak. Foto: str

Washington/Brüssel (dpa) - Der türkische Präsident... mehr»

Türkei nimmt 1300 Oppositionelle fest

Manöver der U.S. und türkischen Luftwaffe. Foto: Master Sgt. Nick Hodge/U.S. Air force/dpa

Ankara/Washington/Berlin (dpa) - Trotz internation... mehr»

Mitarbeiter gesucht!
  • Stellenanzeigen werden geladen...


Betriebssystem

Microsoft startet Auslieferung von Windows 10

Mit Windows 10 kehrt das beliebte Start-Menü von Windows 7 in einer erweiterten Version wieder zurück. Foto: Microsoft
Microsoft liefert ab heute sein neues Betriebssystem Windows 10 an die Kunden aus. Das Softwarepaket wird in insgesamt 190 Ländern und 111 Sprachen zur Verfügung gestellt.
lesen »
Terrorismus

Jugendlicher aus München wollte in den Dschihad ziehen

Immer wieder wollen sich Europäer dem IS anschließen. Archivbild Foto: Oliver Berg
Die türkische Polizei hat einen Münchner Jugendlichen auf dem Weg zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an der syrischen Grenze aufgehalten. Einen entsprechenden Bericht im Internetblog «Erasmus Monitor» griff die «Süddeutsche Zeitung» auf.
lesen »
Land

Kaum Hinweise nach Remchinger Anschlag - Streit um Abschiebehaft

Die abgebrannte Flüchtlingsunterkunft in Remchingen.
Der Brandanschlag auf ein geplantes Asylheim ist noch nicht aufgeklärt - und die Asyldebatte geht unvermindert weiter. Zoff gibt es nun wegen eines Abschiebegefängnisses in Pforzheim.
lesen »