Mehrkosten

Stuttgart 21: Grüner sieht Belastung für Bahnkunden

STUTTGART. Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 könnte nach Ansicht des Grünen-Politikers Anton Hofreiter vor allem Bahnkunden und Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Es sei damit zu rechnen, dass diese für die Kostensteigerung aufkommen müssten, sagte der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag der »Welt«.

Passagieransturm im Bahnhof.
Passagieransturm im Bahnhof. FOTO: dpa
»Denn wenn die Bahn nun die bislang 1,1 Milliarden Euro Mehrkosten für Stuttgart 21 übernehmen will, dann wird sie das Geld zum einen beim Streckenunterhalt an anderen Stellen einsparen müssen, so dass die Qualität des Angebots schlechter wird und dringend erforderliche Sanierungsarbeiten aufgeschoben werden.«

Zudem werde die Bahn versuchen, die Mehrkosten des Bahnhofs durch höhere Stationsgebühren für Regionalzüge wieder hereinzuholen, sagte Hofreiter. »Weil aber die Regionalzüge vom Land und den Kommunen bezuschusst werden, müssen die höheren Stationsgebühren von den Steuerzahlern getragen werden.«

Stuttgart 21 sei Beispiel für eine falsche Herangehensweise, sagte Hofreiter weiter. Dass Großprojekte immer wieder deutlich teurer werden als geplant, liege vor allem daran, »dass politische Planungsprozesse intransparent sind und ohne angemessene Parlamentsbeteiligung stattfinden«. Zudem würden Kritiker trotz ihrer oft hohen Fachkompetenz in die Ecke von »Krötenschutz-Querulanten« gestellt. (dpa)

Seite versenden
 

Das könnte Sie auch interessieren
Regionen

Wählen Sie Ihre Region

Karte mit einzelnen Regionen Tübingen Reutlingen Pfullingen Eningen Lichtenstein Über der Alb Neckar und Erms
Chansonnier

Georges Moustaki in Nizza gestorben

Der Sänger und Liedermacher nahm im August 2008 die Herausforderung zum «Poesia en el Laurel» an. Foto: Juan Ferreras
Als Meister der sanften Klänge wurde er mit Liedern wie «Le Métèque» international bekannt. Für Edith Piaf, mit der ihn eine kurze Liebesaffäre verband, schrieb er den Text von «Milord».
lesen »
Baden-Württemberg

Lifestyle-Magazin »Alblust«

Sympathischer Schäfer: Titel von »Alblust«.
Mit »Alblust« kommt ein Magazin an den Kiosk, das sich als neues Printprodukt von und für die Schwäbische Alb versteht und seine Zielgruppe vor allem in Baden-Württemberg sieht.
lesen »
125 Jahre GEA

Werte und Orientierung

125 Jahre GEA
In diesem Jahr 2013 feiern wir ein großartiges Jubiläum: 125 Jahre »Reutlinger General-Anzeiger«, in denen das Herz der Zeitung verlässlich schlug und das Wichtige aus dem Meer der Zeit filtrierte - informativ, relevant und unterhaltend.
lesen »

Innenminister beenden Konferenz mit...

Hannover (dpa) - Zum Abschluss ihrer dreitägigen K... mehr»

Umfrage: SPD wird nicht mehr als...

Berlin (dpa) - 150 Jahre nach Begründung der deuts... mehr»

US-Justiz soll Richtlinien für...

Washington (dpa) - Nach dem Ausspionieren von Tele... mehr»

Kalenderblatt 2013: 24. Mai

Berlin (dpa) - Das aktuelle Kalenderblatt für den ... mehr»

Draghi: Märkte haben wieder «volles...

London (dpa) - EZB-Chef Mario Draghi sieht deutlic... mehr»

London

Britische Polizei durchsucht nach Terrormord Wohnungen

Obwohl das Verbrechen zunächst nicht wie das Werk in Strukturen handelnder Terroristen aussieht, gehen Experten davon aus, dass es sich um islamistischen Terror handelt. Foto: Facundo Arrizabalaga
Nach dem mutmaßlichen Terrorangriff auf einen Soldaten der britischen Armee in London versucht die Polizei fieberhaft, die Hintergründe des Verbrechens zu klären.
lesen »
150 Jahre SPD

Gauck: SPD Vorkämpfer für Freiheit und Gerechtigkeit

Sigmar Gabriel (l) begrüßt Francois Hollande und Bundespräsident Joachim Gauck (r) vor dem Gewandhaus in Leipzig anlässlich des 150. Geburtstages der SPD. Foto: Jan Woitas
Zu ihrem 150. Geburtstag findet die SPD viel Anerkennung - bei Bundespräsident Joachim Gauck genauso wie bei Frankreichs Staatspräsident François Hollande.
lesen »
Gewerkschaft

DGB im Südwesten will keine Wahlempfehlung abgeben

Es wäre ein schönes Geschenk zum 150. Bestehen der Sozialdemokratie gewesen. Doch der DGB will auch vor dieser Bundestagswahl keine Empfehlung abgeben. Der Merkel-Regierung attestiert der Landeschef Landgraf aber beim Kernthema Arbeit eine »miserable Bilanz«.
lesen »