STUTTGART. Nach zwei Brandanschlägen auf Bahnanlagen in Stuttgart fahndet die Polizei weiter nach den Tätern. Der erste Verdacht habe sich nach einer Wohnungsdurchsuchung nicht erhärtet, sagte ein Polizeisprecher am Montag auf Nachfrage. Am Freitag hatten Datenkabel in einem Bahntunnel nahe der Innenstadt gebrannt. Rund 40 Rohre für das sogenannte Grundwassermanagement für das Bahnprojekt Stuttgart 21 waren am Sonntag in Flammen aufgegangen.
Rohre für das sogenannte Grundwassermanagement für das Bahnprojekt Stuttgart 21 sind in Flammen aufgegangen.
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An beiden Tatorten, die nicht weit voneinander entfernt sind, wurden nach Polizeiangaben Spuren von Brandbeschleunigern gefunden. Experten würden diese noch untersuchen, sagte der Sprecher. Ob beide Anschläge von denselben Tätern begangen wurden, stehe noch nicht fest. Ungeklärt sei nach wie vor auch, ob der oder die Täter zum Kreis der Stuttgart-21-Gegner gehören.
Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 betonten mit Blick auf die Anschläge, ihre Gruppe lehne »entschieden jegliche Form von Gewalt und Sachbeschädigung ab«. Verwerflich sei aber auch, wenn das Fehlverhalten Einzelner genutzt werde, »um eine der friedlichsten Bürgerprotestbewegungen Deutschlands zu diskreditieren«, schrieb Friederike Perl von Sprecherteam des Bündnisses. (dpa)
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