Land

S 21-Gegner sehen Chancen für Anzeigen gegen Manager

Stuttgart (dpa/lsw) - Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 hofft nach den bekannt gewordenen Kostensteigerungen des Bahnprojekts auf Erfolg seiner Anzeigen gegen Bahnmanager.

Das Land trägt zu den Gesamtkosten 930 Millionen bei, die Stadt Stuttgart knapp 300 Millionen. Beide weigern sich, mehr zu zahlen. Foto: Marijan Murat
Das Land trägt zu den Gesamtkosten 930 Millionen bei, die Stadt Stuttgart knapp 300 Millionen. Beide weigern sich, mehr zu zahlen. Foto: Marijan Murat
«Die Staatsanwaltschaft Berlin kann nach diesem Offenbarungseid die Augen vor einer möglichen Untreue in der Konzernführung nicht verschließen», sagte Bündnissprecher Eisenhart von Leoper der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Die Pflichtverletzungen auf Kosten des Konzerns und der Allgemeinheit seien durch die Kostenexplosion von über einer Milliarde Euro mehr als deutlich geworden. Nicht zu übersehen seien auch Risiken durch den Tunnelbau im geologisch schwierigen Anhydrit sowie ein Leistungsabbau wegen einer Verkleinerung des Bahnhofs.

Von Loeper und ein weiterer Jurist hatten zuletzt 2017 den damaligen Bahn-Infrastrukturvorstand Volker Kefer und Bahnchef Rüdiger Grube ebenso angezeigt wie den bald ausscheidenden Aufsichtsratschef Utz-Hellmuth Felcht. Auch den Grube-Nachfolger Richard Lutz und den neuen Vorstand Ronald Pofalla bezichtigen sie der Untreue gegen den Staatskonzern, weil sie angesichts der Probleme bei Finanzierung, Bau und Zeitplan untätig blieben.

Die Staatsanwaltschaft, die zunächst nicht zu erreichen war, hat nach von Loepers Worten ihre Ermittlungen allerdings eingestellt. Dagegen habe er Beschwerde eingelegt.

Von Loeper erwartet auch einen Schub für den Protest gegen die Neuordnung des Stuttgarter Verkehrsknotens für nunmehr bis zu 7,6 Milliarden Euro bei den Montagsdemos. Der Jurist rechnet mit 2000 Teilnehmern an diesem Montag (4. Dezember) in Stuttgart.

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