Washington klammert sich an die Wirkung von Sanktionen und Drohungen. Präsident Obama hat andererseits die rote Linie Amerikas im Atomstreit definiert: Die USA werden Nuklearwaffen im Iran nicht akzeptieren.
Amerika ist kriegsmüde. Einen weiteren Krieg in der Region will Obama vermeiden, doch US-Senator Joseph Lieberman erklärte in München, er sei sich sicher, dass Demokraten wie Republikaner auch bei einem militärischen Eingreifen der USA im Iran hinter der Regierung stünden.
Die Spekulationen über den Zeitpunkt eines israelischen Angriffs auf die iranischen Nuklearanlagen schießen ins Kraut. Fast jeder Monat zwischen März und Dezember 2012 ist bereits genannt, aber niemand weiß wirklich, wann; selbst Israels Führung nicht. Klar ist nur, dass Jerusalem ein weiteres Zeitspiel Teherans nicht mehr akzeptieren wird.
Israels Warnungen sind ernst zu nehmen. Niemand zweifelt inzwischen daran, dass Jerusalem schlimmstenfalls den Alleingang wagt. Das israelische Militär gibt sich allerdings zurückhaltender als die Politiker. Der Ball liegt zunächst einmal in Teheran.
Berlin versucht, mäßigend einzuwirken. Daher verblüffte die Frage des israelischen Vizeaußenministers Daniel Ayalon in München, ob Deutschland - verkürzt ausgedrückt - bereit wäre für Israel in den Krieg zu ziehen? Die Frage deutet an, dass auf der Sicherheitskonferenz alles angesprochen werden kann. Antworten jedoch sind nicht immer zu erwarten.
Ans Aufgeben denkt er nicht: Der Extremschwimmer Bruno Dobelmann will in rund 24 Stunden einmal quer durch den Bodensee schwimmen - ohne Pause und ohne Neoprenanzug.