Wen würden Sie gerne auf den Mond schießen?, wurde Christiane Staab einmal gefragt. Ihre Antwort war kurz und knapp: »Herabwürdigende Lehrer, von Ehrgeiz zerfressene Übereltern sowie gewaltbereite Jugendliche.« Eine Gruppe hat die 41-Jährige in ihrer Aufzählung ausgespart: eine ignorante Kultusbürokratie, an deren Spitze wahlweise ein noch ignoranterer Minister, eine selbstgerechte Landesregierung oder eine abwiegelnde Landtagsfraktion steht. Die Mauern, gegen die sie jahrelang angerannt ist, sind ihr zu hoch geworden. Christiane Staab hat ihr Amt als Vorsitzende des Landeselternbeirats abgegeben. Schade.
Der Schritt ist deshalb zu bedauern, weil sich die Elternvertreterin zu einem wirklichen Anwalt derer gemacht hat, um die es im Bildungsprozess letztendlich geht: die Schüler. Entsprechend forderte sie mehr Investitionen in Bildung und mehr Ganztagesschulen, mehr Fortbildung für Lehrer und weniger Leistungsdruck bei Grundschülern. Frühzeitig erkannte sie, dass das achtjährige »Turbogymnasium« nicht das halten konnte, was es versprach.
Als Mutter von vier Kindern, als Juristin und als CDU-Stadträtin in Karlsruhe weiß Christiane Staab, wo die Menschen der Schuh drückt. Doch ihre Forderungen prallten oft an der rauen Wirklichkeit des politischen Alltags ab. Eines aber ist gewiss: Solange engagierte Menschen wie Christiane Staab nicht als Gewinn für diese Gesellschaft gesehen werden, läuft in diesem Staat etwas schief.
Der verpatzte Börsengang von Facebook wird zum Fall für Aufsichtsbehörden und Gerichte. Die US-Börsenaufsicht SEC will die Umstände der Aktienplatzierung untersuchen. Ein Anleger reichte bereits Klage ein.
Der Machtkampf um den Vorsitz der Linken geht nach dem Verzicht Oskar Lafontaines in eine neue Runde: Die stellvertretende Linke-Vorsitzende Katja Kipping und die nordrhein-westfälische Landeschefin Katharina Schwabedissen kandidieren für eine weibliche Doppelspitze.