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Gute Umfragewerte für die Kanzlerin

Berlin (dpa) - Die schwarz-gelbe Koalition spürt laut einer Umfrage Aufwind in der Wählergunst - und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) profitiert von ihrem persönlichen Auftreten und ihrem Euro- Krisenmanagement.

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Pressekonferenz nach dem Ende des EU-Gipfel in Brüssel. Foto: Felix Kindermann
Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einer Pressekonferenz nach dem Ende des EU-Gipfel in Brüssel. Foto: Felix Kindermann
Mit der Arbeit der Regierungschefin sind die Bundesbürger so zufrieden wie seit zwei Jahren nicht, wie der am Donnerstag veröffentlichte ARD-Deutschlandtrend ergab. Mit 64 Prozent Zustimmung legte Merkel im Vergleich zum Vormonat um einen Punkt zu und erreichte den besten Wert seit Dezember 2009. Mit der Arbeit der Regierung sind 42 Prozent (plus acht Punkte) zufrieden - so viele wie seit ihrem Bestehen nicht. Auch Union und FDP können sich verbessern.

In der Sonntagsfrage legen CDU/CSU um einen Punkt auf 36 Prozent zu, und auch die FDP gewinnt einen Punkt auf 3 Prozent. Die SPD büßt demnach im Vergleich zum Vormonat einen Punkt auf 29 Prozent ein, die Grünen verlieren ebenfalls einen Punkt auf 15 Prozent. Die Linke legt um einen Punkt auf 7 Prozent zu, die Piratenpartei verharrt bei 6 Prozent. Für die Sonntagsfrage wurden in dieser Woche 1501 Wahlberechtigte vom Institut Infratest dimap befragt.



Beliebtester Spitzenpolitiker ist laut Umfrage Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), mit dessen Arbeit 65 Prozent der Befragten zufrieden sind. Ihm folgen Merkel mit 64 Prozent und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) mit 60 Prozent. Auf je 55 Prozent Zustimmung kommen die als mögliche SPD-Kanzlerkandidaten gehandelten Peer Steinbrück und Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier.

Mit der Arbeit von Bundespräsident Christian Wulff sind nur noch 33 Prozent zufrieden, das waren 11 Punkte weniger als im Vormonat. Beliebter als Wulff ist inzwischen Außenminister Guido Westerwelle (FDP). Seine Arbeit finden 34 Prozent der Deutschen gut. Das sind neun Punkte mehr im Vergleich zum Vormonat.

Merkel wird nicht nur für die politische Arbeit geschätzt. 73 Prozent sind der Meinung, die Kanzlerin sei «rechtschaffen und nicht auf den eigenen Vorteil bedacht». Dass sie in der Euro-Krise «richtig und entschlossen gehandelt» habe, finden 61 Prozent. Daneben glauben 55 Prozent, Merkel wirke «nicht wie eine Parteipolitikerin, sondern eher wie jemand, der über den Parteien steht».

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