Politik
Bahnprojekt

Grube: Stuttgart 21 wird erst 2020 fertig - Hermann skeptisch

STUTTGART. Der Tiefbahnhof Stuttgart 21 kann wohl erst 2020 in Betrieb gehen. »Die Wahrscheinlichkeit, dass es 2020 wird, ist sehr groß«, sagte Bahnchef Rüdiger Grube am Dienstag dem Radiosender hr-Info. Eigentlich hätte das Milliardenprojekt 2019 in Betrieb gehen sollen. Wegen heftiger Proteste und wegen der Schlichtung hatte die Bahn die Bauarbeiten immer wieder unterbrochen. »Jeder, der eins und eins zusammenzählen kann, wird nicht erwarten, dass unter diesen Umständen der alte Zeitplan gelten kann.« Zuletzt hatte Projektsprecher Wolfgang Dietrich stets betont, die Verzögerung lasse sich aufholen.

Langsam frisst sich der Baggerzahn durch den Südflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Langsam frisst sich der Baggerzahn durch den Südflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs. FOTO: dpa
Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) bekräftigte, dass er mit einem noch späteren Datum rechnet. Die Voraussage Grubes, wonach das umstrittene Bahnprojekt in acht Jahren fertig gestellt sein soll, bezeichnete Hermann als »sehr optimistisch«. »Stuttgart 21 ist offenkundig im Vollzug und holpert vor sich hin.« Aus finanziellen und technischen Gründen sei es unwahrscheinlich, dass das Bauprojekt und die Neubaustrecke Stuttgart-Ulm bis 2020 rechtzeitig fertig sein würden. »2025 halte ich für eine realistischere Prognose«, sagte Hermann. (dpa)

Parkschützer schütten Kretschmann Holz vor die Hütte




STUTTGART. Etwa 25 Parkschützer haben am Dienstag gehäckseltes Holz vor die Villa Reitzenstein in Stuttgart gekippt. Es soll von den Bäumen stammen, die in der Nacht zum 22. Januar am Wagenburgtunnel gefällt und geschreddert wurden. Vor der Einfahrt des Amtssitzes von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) protestierten die Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 gegen die geplanten Baumfällarbeiten im Schlossgarten. Auf den Holzhaufen stellten sie ein Holzkreuz und legten einen Gedenkkranz nieder mit der Aufschrift »Bäume unserer Stadt - Opfer grüner Untätigkeit.« (dpa)

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