Frankfurt/Athen (dpa) - Die Regierungsparteien in Griechenland haben sich nach Angaben von EZB-Präsident Mario Draghi auf ein neues Sparpaket geeinigt.
Droht Griechenland der "große Knall"? Foto: Federico Gambarini
«Vor ein paar Minuten habe ich einen Anruf des griechischen Ministerpräsidenten bekommen, der mir sagte, dass eine Einigung erzielt wurde», sagte Draghi am Donnerstagnachmittag in Frankfurt. Einzelheiten nannte der Italiener zunächst nicht. Zuletzt hatte es geheißen, es gebe in Athen vor allem noch Klärungsbedarf wegen der Renten.
Auch in Athen verdichteten sich die Anzeichen, dass die Spitzen der regierungsstützenden Parteien eine Lösung für die noch fehlenden 300 Millionen Euro finden wollten. Dies berichtete das staatliche Fernsehen (NET). Eine offizielle Erklärung des Büros von Regierungschef Lucas Papademos gab es zunächst nicht. Das strittige Thema war bei dem Verhandlungsmarathon in der Nacht zum Donnerstag ungelöst geblieben. Am Abend wollten sich die Euro-Finanzminister zu einer Sondersitzung in Brüssel treffen, um über Griechenland zu beraten.
Die Europäische Zentralbank gehört mit der EU-Kommission und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zur sogenannten Troika, die über Milliardenhilfen für Griechenland entscheiden. Ohne das Geld droht dem Land schon im März die Pleite.
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