Fulda (dpa) - In der Diskussion um Entschädigungszahlungen für Missbrauchsopfer in der katholischen Kirche sieht der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck die Kirche unter Zugzwang. «Der öffentliche Erwartungsdruck steigt», räumte er in einem Interview der «Frankfurter Rundschau» ein.
Die Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda. (Archivbild)
Er bedauere, dass Bischöfe und Ordensgemeinschaften nicht gemeinsam eine Lösung präsentierten. Frühere Missbrauchsopfer an Jesuitenschulen wollen Entschädigungen von etwas mehr als 80 000 Euro pro Fall, wie sie vor kurzem deutlich machten. Ein Sprecher der Opfer hatte das vorherige Angebot der Jesuiten über eine Summe im vierstelligen Bereich abgelehnt. Die Missbrauchsopfer wollen sich mit ihren Forderungen nun an die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) wenden.
Die Oberhirten wollen am späten Nachmittag ihre traditionelle Herbstvollversammlung in Fulda eröffnen. In den nächsten Tagen werden die 67 Bischöfe und Weihbischöfe aus den 27 Diözesen vor allem über das Thema Missbrauch diskutieren. Overbeck sagte, die Bischöfe arbeiteten an einem abgestimmten Vorgehen. Zahlungen aus Bistümern setzten ein gemeinsames Votum voraus.
In den vergangenen Monaten haben sich tausende Hilfesuchende an die Hotline für Missbrauchsopfer in der katholischen Kirche gewendet. Von Ende März bis Mitte September seien exakt 3149 Anrufe entgegengenommen worden, wie die DBK auf Anfrage mitteilte.
Allerdings wurden die Berater von der Flut der Anfragen überrollt. Es gab den Angaben zufolge etwas mehr als 23 000 Anrufversuche. «Gerade am Anfang war die Hotline stark frequentiert», sagte eine DBK-Sprecherin.
Dass die extra eingerichtete Hotline genutzt wurde, sei natürlich erfreulich, sagte sie. Andererseits sei es traurig, dass es soviel Bedarf gegeben habe. Die Zahl der Hotline-Beratungen nahm im Sommer deutlich ab. Denn bereits nach rund einem Monat waren mehr als 1500 Gespräche geführt worden.
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Der Kurs ist am dritten Handelstag weiter um annähernd 9 Prozent auf 31 Dollar eingebrochen. Ein Anleger, der zum Ausgabepreis von 38 Dollar gekauft hatte, verlor somit zum Ende des Handels 18 Prozent seines Geldes.
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