Verkehr

Aus für blaue Plakette sorgt für Kritik im Südwesten

STUTTGART. Der baden-württembergische Städtetag hat mit Unverständnis auf das vorläufige Aus für die blaue Plakette für schadstoffarme Diesel-Autos reagiert.

Dicke Luft in der Lederstraße: Die Stickstoffdioxid-Werte sollen durch Fahrverbote gesenkt werden. ARCHIVFOTO: TRINKHAUS
»Wir bedauern, dass sie nicht kommt«, sagte Dezernent Gerhard Mauch am Donnerstag in Stuttgart. Sie sei zur Reduzierung der Luftschadstoffe notwendig. Das Bundesumweltministerium hatte die Plaketten-Pläne am Mittwoch vorerst auf Eis gelegt. Nun soll eine Arbeitsgruppe der Verkehrsministerkonferenz bis Herbst Alternativvorschläge ausarbeiten. Gegen Deutschland läuft ein Vertragsverletzungsverfahren der EU, weil die Belastung mit gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid in vielen Städten Grenzwerte überschreitet. Bisher gibt es hierzulande rote, gelbe und grüne Plaketten für Autos, dazu sollte die blaue kommen.

Vor allem in Stuttgart wurde zur Bekämpfung der Luftschadstoffe gesetzt. Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) sagte: »Ich bin erstaunt, dass der Bund die blaue Plakette vom Tisch nimmt, ohne sofort eine neue Option auf den Tisch zu legen.« Nach Angaben eines Sprechers wäre sie ein weiteres sinnvolles Konzept für saubere Luft. Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) sagte, die Plakette sei dringend nötig, um in zahlreichen Städten gerade auch im Südwesten die Grenzwerte für Stickoxide einhalten zu können. (dpa)

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