METZINGEN. Als Schlagersängerin feiert Angela Wiedl seit mehreren Jahrzehnten Erfolge. Bei ihrem Auftritt in Metzingen zeigte sich die gebürtige Münchenerin am Freitag von einer nachdenklich-religiösen Seite. Ihr Konzert in der gut besuchten Martinskirche trug den Titel: »Ich glaube an Gott«.
Dieser Glaube zog sich wie ein roter Faden durch die Texte ihrer Lieder, die teils in klassischem Gewand, teils dezent volkstümlich oder als Schlager daherkamen. Lebensfreude und Zuversicht zu vermitteln, dies sei ihr Anliegen, unterstrich die 44-Jährige und schickte Liedern wie »Der Engel an deiner Seite«, »Wir sind alle Kinder Gottes« oder »Ein Licht im Dunkeln scheint für dich« Gedanken von Friedensnobelpreisträgerin Mutter Teresa voraus, von der sie bekannte, eine Begegnung mit ihr habe sie sehr nachhaltig beeindruckt.
Ein wenig wie Zarah Leander
Mezzosopranistin Barbara Sauter und Heldentenor George Humphrey übernahmen die sängerischen Begleitparts, setzten mit kurzen Solostücken aber auch eigene Akzente. So war Humphrey mit dem Lied »Con te partirò« zu hören, das Andrea Bocelli und Sarah Brightman unter dem Titel »Time to Say Goodbye« zu einem Welthit gemacht haben. Humphrey entfaltete stimmlichen Glanz in den Höhen, blieb in den tiefen Lagen allerdings etwas matt. Sauter sang die Opernarie »O mio babbino caro« von Giacomo Puccini mit heller, tragfähiger Stimme und dominantem Vibrato.
Wiedl selbst beeindruckte ihr Publikum mit ungewöhnlichen vier Oktaven Stimmumfang. Dabei klang sie in den unteren Lagen ein wenig wie Zarah Leander. Die Spitzentöne gelangen ihr strahlend und mühelos. Jan Reinelt am Piano (ihm oblag die musikalische Leitung), Pamela Rachel (Geige) und Michael Schmidt (Bassgitarre) sorgten für eine solide Begleitung und trugen mit instrumentalen Schmankerln zum runden Gesamteindruck bei. (cbs)
Die Liste der Cannes-Stars auf dem Festival ist lang. Einer aber versetzte die Fotografen, Journalisten und Autogrammjäger wieder in fast hysterische Aufregung: Brad Pitt.