Tablet-Computer - Mobiles Internet auf dem silbernen Tablett
Datentarife für das Apple iPad
Von Stephan Zenke
REUTLINGEN. Im Gegensatz zum iPhone liefert Apple die mobilfunktauglichen Wifi + 3G Modelle des iPad gnädigerweise ohne Vertragsbindung an ein Mobilfunknetz. Im deutschen Apple Store kann der Kunde zwischen den Angeboten von Vodafone, O2 und der Telekom wählen. Schon mal ganz nett, aber längst nicht alles was der Markt zu bieten hat.
Der Bildschirm des iPad ist mit einer Auflösung von 1024 x 768 Pixeln bei 132 ppi sehr scharf - ideal für Bilder und Texte.
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Damit das silberne Internet-Tablet nicht zur Kostenfalle wird, ist eines klar: Spezielle Datentarife sind notwendig, sonst kommen erhebliche Gebühren auf den Surfer zu.
Der Vodafone MobileInternet Basic Tarif rechnet auf Monatsbasis ab. Für 14,95 Euro darf mit der maximalen UMTS-Geschwindigkeit ein Datenvolumen von 200 MB verbraucht werden, danach ist keine weitere Nutzung möglich. Mit der Option Monatsflat für zehn Euro mehr wächst das erlaubte Datenvolumen auf 3 Gigabyte, wobei Vodafone anschließend die Geschwindigkeit drosselt.
Auch die Offerte von O2 basiert auf einer monatlichen Abrechnung. Hier kosten 200 Megabyte Datenvolumen 10 Euro, ein Gigabyte schlagen mit 15 Euro zu Buche und für 5 Gigabytes inklusive möchte O2 dann 25 Euro haben. Bei allen drei Varianten drosselt O2 die Übertragungsgeschwindigkeit nach Verbrauch des Inklusivvolumens auf GPRS-Niveau.
T-Mobile bietet eine web'n'walk Dayflat Tagespauschale für 4,95 Euro mit einem Gigabyte Inklusivvolumen an, während bei monatlicher Abrechnung 34,95 Euro fällig und bis zu 5 Gigabyte Datenvolumen inbegriffen sind. Daneben gibt es Combi Card Angebote für Besitzer anderer Verträge der Telekom. Das Kleingedruckte sollte in allen Fällen genau durchgelesen werden.
So schließen Vodafone und T-Mobile ausdrücklich bei ihren Tarifen Internet-Telefonate aus: Kein Skype gestattet. Auch sind die Kündigungsfristen keinesfalls einheitlich, und die Netzverfügbarkeit schwankt je nach Ort und Anbieter erheblich. Wer mit einem normalen Handy an seinem Wohnort nur zwei von fünf Balken auf der Netzstärke-Anzeige sieht, kann das mobile Internet mit diesem Mobilfunkanbieter vergessen. Einfach eine normale SIM-Karte ins iPad einlegen und lossurfen geht leider nicht.
Apples silbernes Tablett schluckt nur Micro-SIM-Karten, die deutlich kleiner sind. Doch das muss kein Problem sein.
So bietet beispielsweise Simyo ebenfalls die kleine SIM speziell fürs Apple-Tablet mit einem Tarif im E-Plus-Netz, der für 9,95 Euro monatlich bis zu ein Gigabyte Datenvolumen enthält. Bis weitere Offerten mit Micro-SIMs auf dem Markt sind, hilft auch eine einfache Schere weiter: Jede normale SIM kann zugeschnitten werden und funktioniert im iPad - entsprechende Anleitungen gibt's im Netz etwa bei Macnotes.de. Damit werden sämtliche Datenflatrates nutzbar, selbst wenn sie nicht ausdrücklich als für das iPad gemacht beworben werden. Aus der breiten Palette heben sich vor allem die Vodafone WebSession heraus.
Zur Nutzung der Vodafone Websessions reicht eine Prepaid Karte, das Kostenrisiko ist also begrenzt. Bei jedem Aufbau einer mobilen Internetverbindung erscheint eine Anmeldeseite, auf der die gewünschte Onlinezeit gebucht werden kann. Eine Viertelstunde kostet 49 Cent, 24 Stunden 3,95 Euro. Interessant ist das Tarifmodell vor allem im Urlaub, denn in den wichtigsten europäischen Reiseländern bietet Vodafone eine 24-Stunden-Websession zum Preis von 14,95 Euro an, was konkurrenzlos preiswert ist. Abgerechnet wird übrigens nach dem Parkuhrprinzip: Während einer Sitzung kann man sich beliebig oft an- und abmelden. (GEA)
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Mal eben Surfen ohne Webseiten nur en miniature zu sehen ist mit dem iPad einfach.
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