Reisen
Bayern - Bad Steben im wildromantischen Frankenwald gilt als Kur- und Wellness-Ort der Extraklasse

Wovon Entdecker schwärmen

Der Jugendstil-Charme der Kurhäuser mit hohen Bogengängen und weißen Sprossenfenstern ist ein spannungsvoller Gegenpol zur schnörkellosen neuen Therme Bad Stebens. FOTOS: PR
Diesseits des Meeres finde ich wohl nie so einen Ort wieder«, schwärmte der junge Alexander von Humboldt über Bad Steben. Vier Jahre lang ließ es sich der Naturforscher Ende des 18. Jahrhunderts in Steben gut gehen. Im preußischen Auftrag untersuchte er die neuen Provinzen bergmännisch und geologisch. Im Kurpark des bayerischen Staatsbades erinnert eine Büste an den bekannten Gast. Wie viele nach ihm, war auch Humboldt von der einzigartigen Beschaffenheit der Region fasziniert. Ob auch er sich schon beim Moorbaden von seinen Forschungsaufträgen erholt hat?

Das Bad im Naturmoor ist eine sehr spezielle Freude. So ein Tauchgang in der braunen Masse fordert etwas Überwindung. Man sieht es der jungen Frau an. Langsam lässt sie sich in die dickflüssige Masse gleiten. Dann entspannt sich ihr Gesichtsausdruck: Die braune Masse wärmt herrlich. »Verkrampfte Muskeln lösen sich und Blutdruck wie Nervensystem werden angenehm stabilisiert«, erklärt Ottmar Lang. Der Kurdirektor von Bad Steben ist ein Experte in Sachen Wellness. Wer mit ihm durch die Bäderlandschaft wandelt, erfährt ganz nebenbei, was schon Humboldt an der Region so faszinierend fand. Hier liefert die Natur alles, was der Mensch zum Wohlsein braucht.



Bad Stebens Bodenschätze sind schon für sich genommen einen längeren Aufenthalt im Frankenwald wert. »Das kombinierte Vorkommen der Heilmittel Radon, Kohlensäure und Naturmoor ist in Westeuropa einmalig«, erzählt Ottmar Lang. In Bad Steben werden diese drei Schätze zu einer hochwirksamen Therapie vereint. Das radioaktive Edelgas Radon findet sich im Wasser der Stebener Tempelquelle, es wirkt schmerzlindernd sowie stimulierend auf das Immunsystem. Aus der Wiesenquelle und der Max-Marien-Quelle sprudeln stark kohlensäurehaltige Mineralwässer, die mit ihrem Calcium-, Kalium- und Magnesiumgehalt den Kreislauf stärken und den Nerven- und Muskelstoffwechsel fördern. »Alle drei Quellen, gemeinsam mit dem Naturmoor angewendet, üben so eine vielfältige wohltuende Wirkung auf den gesamten Organismus aus«, verspricht Lang. Bad Steben setzt nicht nur auf bewährte balneologische Traditionen. Massage- und Entspannungstechniken wie die »Heiße Schieferstein Massage«, andernorts als »Hot-Stone-Massage« angepriesen, machen das Kuren im Frankenwald zum ganzheitlichen Wellness-Erlebnis.

Die Mischung aus bewährtem Bäder-Wissen und neuen Wellnesskonzepten spiegelt sich im höchstgelegenen Bayerischen Staatsbad auch in der Architektur wieder. Malerische Kurhäuser mit hohen Bogengängen und weißen Sprossenfenstern überstrahlen mit ihrem Jugendstil-Charme das satte Grün der Parkanlagen. Der schnörkellose Stil der neuen Therme Bad Steben setzt mit seiner modernen Architektur einen spannungsvollen Gegenpol zu den stilvoll restaurierten Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert. Sowohl die früheren wie auch die heutigen Architekten habenverstanden: Der Mensch braucht zum Wohlfühlen und Gesunden viel Raum, viel Licht und viel Luft. Die Art von Architektur hat noch einen Vorteil: sie schafft fließende Übergänge zwischen Drinnen und Draußen. Und das Draußen hat es im Frankenwald in sich.

Sanfte Hügelketten reihen sich im Morgennebel bis zum Horizont. Ihre bewaldeten Rücken malen bizarre Formen in das sanfte Licht der aufgehenden Sonne. Eine Landschaft, die erwandert werden will. Über 3 500 Kilometer markierte Wanderwege führen auf die Aussichtspunkte der bewaldeten Hänge und durch romantische Täler. Drei Rundwanderwege starten direkt in Bad Steben, außerdem idyllische Themenwege auf Naturpfaden oder der berühmte Frankenweg. Eine kleine Sensation ist der Weg durchs Höllental, eine 170 Meter tiefe Schlucht. Das Wanderabenteuer im Naturschutzgebiet liegt unmittelbar an der bayrisch-thüringischen Landesgrenze.

Noch mehr bodenständiges Frankenwalderlebnis bekommt der hungrige Wanderer in den Biergärten der Region serviert, die Erzeugnisse aus den Brauereien der Umgebung anbieten. Schnell lernt er hier, dass in Franken Bratwurst nicht gleich Bratwurst ist. So eine Bratwurst ist für den gesundheitsbewussten Kurgast selbstverständlich eine Ausnahme. Das Gewissen wird mit der »Frankenwald-Küche natürlich vital« ohne jegliche Einbuße an Geschmack locker besänftigt. Unter diesem Motto werden in den Restaurants in Bad Steben von Ernährungsberatern geprüfte Menüs mit regionalen Zutaten angeboten. (GEA)



Seite versenden
 

Das könnte Sie auch interessieren
Spiele-Tipps

Hier ist Spaß garantiert

Wir testen die neuesten Brett- und Kartenspiele.
lesen »
www.gutefrage.net: Die große Ratgeber-Community für gute Fragen und hilfreiche Antworten

Weitere Fragen und Antworten zum Thema Urlaub finden Sie auf www.gutefrage.net

Blank