Bergwelt - Der Achensee trägt den Beinamen »Tiroler Meer«. Urlaubsparadies für Aktive
Sportlich ausspannen
Der See lädt dazu ein, nach einer anstrengenden Bergtour Beine und Seele baumeln zu lassen.
Bis zu 133 Meter tief, zehn Meter Sichtweite, 9,6 Kilometer lang, kaum mehr als 20 Grad. Das ist der Achensse in Zahlen. Aufgrund seiner Größe und der für Segler und Surfer optimalen Windverhältnisse wird der Stausee auch als Tiroler Meer bezeichnet.
Von türkisgrün bis ultramarinblau schillert Tirols größter, rundum frei zugänglicher See. In seinem kristallklaren Wasser spiegeln sich die imposanten Karwendel- und Rofangebirge. Zusammen mit den fünf malerischen Orte Pertisau, Maurach, Achenkirch, Steinberg und Wiesing bieten sie ein vielseitiges Aktiv- und Erholungsangebot.
Segler, Surfer und Kitesurfer finden am See ideale Wasserverhältnisse und zuverlässige Winde. Schwimmer und Taucher steigen an den Badeufern zwischen Maurach, Pertisau und Achenkirch in ihr Element. Für Familien ist das Südufer in der Buchau ideal: Hier können Eltern ihre Kinder gefahrlos im seichten, im Sommer bis 22 Grad warmen Wasser planschen lassen - oder per Achensee-Schiff, Tret- oder Elektroboot über die gesamte Länge schippern.
Im Sommer finden am See nicht nur Kinder sondern auch Teenager eine Menge Spaß und Abwechslung. Bis zum 3. September garantiert ein Jugendprogramm in diesem Jahr echte Adrenalinkicks. Beim Klettern im Rofangebirge, beim Canyoning in tiefen Schluchten und bei Geländetouren mit dem Segway - einem rollerähnlichen Gefährt ohne Bremse oder Gaspedal, das sich durch Gewichtsverlagerung steuern lässt - können Teens unter Anleitung Spaß und Action erleben.
Mountainbiker treten auf Forstwegen, Singletrails, »Wadenbeißer-Routen« und rasanten Abfahrten ihren Gipfeln entgegen. Noch bessere Aussicht haben nur die Paragleiter, die mit den Profis der zwei Paragleitschulen ihre Höhenflüge erleben.
450 Kilometer gepflegte und markierte Wanderwege führen durch eine vielfältige Naturkulisse. Das Angebot reicht von einfachen, flachen Wegen bis hin zu höher gelegenen Routen auf 2 500 Meter, bei denen gute Kondition gefordert ist. Die Rofanseilbahn und Karwendel-Bergbahn erleichtern den Anstieg. Das Gebiet rund um den Alpenpark Karwendel - das größte Schutzgebiet der Nordalpen - ist aufgrund seiner Schönheit und Einzigartigkeit weit über die Grenzen hinaus bekannt und besticht mit einem nahezu grenzenlosen Wander- und Bergtouren Angebot. Eine Kombination aus See- und Schiffswanderung sowie die idyllische Route entlang des autofreien Westufers des Achensees bis zur Gaisalm bilden eine gemütliche Ergänzung des Wanderangebotes.
Herausforderungen
In Achenkirch hat zum Sommer ein neuer Waldhochseilgarten und Abenteuerspielplatz eröffnet. Über schaukelnde Brücken, schwankende Netze, schwingende Baumstämme und abenteuerliche Hindernisse führt die Erlebnisreise von Baum zu Baum. Nach einer kurzen Einschulung und ausgestattet mit modernster Sicherheitsausrüstung wird der Waldhochseilgarten eigenverantwortlich und selbständig begangen. Auf sechs Parcours bietet er in zwei bis fünfzehn Meter Bodenhöhe Herausforderungen.
Im Rofangebirge hat vor Kurzem mit dem Achensee- 5-Gipfel-Klettersteig eine neue Dimension des Klettersteiggehens eröffnet. Mit zwei Kilometern Länge gehört er zu den längsten Klettersteigen im Alpenraum. Er ist eingeteilt in fünf Sektionen mit fünf unterschiedlichen Schwierigkeiten. Das Besondere am neuen Klettersteig, der durchs gesamte Rofangebirge führt, ist die Möglichkeit für jeden Kletterer, vor und nach einem der Gipfel die Tour zu unterbrechen oder abzubrechen. Einsteiger und Klettersteig-Neulinge können sich also auch gemütlich einzelne Gipfel als Ziel auswählen. (GEA)