Reisen
Österreich - Das Brandnertal in Vorarlberg hat in den letzten Jahren für sein Skigebiet viel investiert

Mit dem Plus der schönen Natur

Vor etwa drei Jahrzehnten sang ein Chor von Brandner Stammgästen für einen Film über ihre geliebte Skiregion in eine Fernsehkamera: »Nicht nach Lech und nicht nach Zürs/nein, wir fahren über Bürs/ ins Brandnertal!« Was damals ein bisschen trotzig gegen die Top-Skigebiete am Arlberg anstänkerte, hat heute nur noch wenig Grundlage, denn das Brandnertal hat mächtig aufgerüstet.

Oberhalb des Bürserberger Loischkopfs führt ein langer Skiweg sanft hinab zu den Pisten in Brand. FOTOS: LANGBergstation der Panoramabahn auf dem Burtschasattel.Altbewährte Hütten-Gemütlichkeit in Brand.
Nunmehr in der dritten Saison öffnet sich dem Wintersportler durch die Verbindung der Skigebiete von Brand und Bürserberg eine weite und variantenreiche Schneearena, die vielen anderen auch noch voraus hat, dass sie in eine der schönsten Alpenlandschaften eingebettet ist.

»Staufrei abfahren«, texten die Touristiker, die damit auch den Straßenverkehr meinen, der vor den südlicheren Vorarlberger Skigebieten in Stoßzeiten lange Schlangen bildet. Wirklich staufrei wird es aber auch für die Brandnertal-Gäste aus Deutschland erst sein, wenn Ende 2012 die zweite Röhre des Pfändertunnels, in dem Bregenz umfahren wird, vollendet ist.

55 Pistenkilometer

Marketingleiter Mathias Bösch betont, dass es die Einheimischen waren und kein auswärtiger Investor, die das Brandnertal skitouristisch aufgemöbelt haben. 1998 schon haben sich die Gemeinden Brand und Bürserberg zusammengesetzt, um ihre Zukunft gemeinsam zu planen. Kernpunkt war, ihre beiden Skigebiete zu verknüpfen, damit sich die Pistenmöglichkeiten auf fast unglaubliche 55 Kilometer addieren. Sie gründeten die »Bergbahnen Brandnertal GmbH« für den Bau von zwei neuen Seilbahnen.

Im »Nächtigungs«-Gewerbe hat sich allerdings ein ausländischer Investor betätigen dürfen: die niederländische Gruppe Landal Green Parks. An einer Stimme sei eine Volksabstimmung gegen das Projekt gescheitert, erzählt uns ein Bürserberger im Lift. Seine Gemeinde ist nun auf dem Hochplateau Tschengla mit fünfstöckigen »Alpendreams«-Appartementhäusern bestückt, deren helle Holzfassaden schon von Weitem eine fragwürdige Ansicht bieten.

Panoramabahn

Von der Ortsmitte von Brand aus gelangt man jetzt in den Achter-Gondeln der »Dorfbahn« (mit Rolltreppen-Zugängen), welche die frühere Niggenkopfbahn ersetzt, zur Station der Panoramabahn. Dies ist eine Pendelbahn, die über die tiefe Schlucht frei hängend zum 1 680 Meter hohen Burtschasattel auf Bürserberger Seite schwebt. Wer Höhenangst hat, dem kann es mulmig werden, wenn er aus der Kabine hinabschaut. Lieber auf Augenhöhe die Rätikon-Landschaft genießen! Von Bürserberg aus ist die Panoramabahn auf einer blauen und einer roten Abfahrt vom 1 860 Meter hohen Loischkopf zu erreichen.

Parkplätze und Pisten

Investiert wurden 12,5 Millionen Euro für das neue Skiparadies. Gelohnt hat es sich allemal, denn der Zuspruch der Gäste ist »sehr gut«, sagt Marketingchef Bösch. Neben den beiden Bergbahnen wurden auch neue Parkplätze geschaffen, unter anderem in Brand auf flachen Terrassen neben dem Golfplatz. Neue Pisten sind entstanden, neue Pistengeräte und Schneekanonen wurden ebenfalls angeschafft, und stolz verweist Bösch darauf, dass das Brandnertal unlängst das renommierte österreichische »Pistengütesiegel« erhalten hat.

Vor allem Familien will man ansprechen und hat dafür auch die Infrastruktur. Wer nicht auf Schulferien angewiesen ist, kann die besten Verhältnisse im »Jännerloch« finden. Das ist die Zeit zwischen Mitte Januar und Fasnacht mit gewöhnlich prächtigem Schnee und wenig Leuten. (GEA)

Weitere Informationen


Seite versenden
 

Spiele-Tipps

Hier ist Spaß garantiert

Wir testen die neuesten Brett- und Kartenspiele.
lesen »
www.gutefrage.net: Die große Ratgeber-Community für gute Fragen und hilfreiche Antworten

Weitere Fragen und Antworten zum Thema Urlaub finden Sie auf www.gutefrage.net

Blank