06.02.2010 - 18:18 Uhr
Südschwarzwald - Höchenschwand ist Deutschlands höchstgelegener heilklimatischer Kurort
Das Dorf am Himmel
Von Höchenschwand bietet sich eine atemberaubende Fernsicht auf die Alpenkette. FOTO: TOURIST-INFORMATION KURVERWALTUNG HÖCHENSCHWAND
Zwischen Schluchsee und Waldshut, in unmittelbarer Nähe zur Schweiz, liegt der traditionsreiche Kur- und Ferienort Höchenschwand im Naturpark Südschwarzwald. Aufgrund seiner Lage auf einem sonnigen Hochplateau, wird es von seinen Gästen liebevoll »das Dorf am Himmel« genannt. Die bei entsprechender Witterung atemberaubende Fernsicht auf die Alpenkette genießen Einwohner und Gäste aus Nah und Fern. An 60 Tagen im Jahr grüßen die Alpen vom Mont Blanc bis zum Säntis.
Der Ferienort ist mit seiner freien Lage auf einem südlich geneigten Hochplateau perfekt zum Schneeschuh-Wandern, fürs Nordic Walken und Langlaufen geeignet. Darüber hinaus gibt es eine ganze Anzahl der Sonne zugewandter Loipen. Mit einem vielseitigen Angebot an sportlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen lädt der Ort Urlauber, Kurgäste, Familien und Singles das ganze Jahr über ein zu Erholung, Gesundheit, Sport und Naturerlebnis.
Höchenschwand verdankt das Prädikat »Heilklimatischer Kurort« den Besonderheiten seines Klimas, das wohltuend ist bei Herz-Kreislauferkrankungen, Lungen- und Bronchialerkrankungen, Stoffwechsel- und Darmerkrankungen, Übergewicht, Diabetes mellitus sowie Infarkt- und Tumornachbehandlungen.
Besonderen Einfluss auf das anerkanntermaßen gesundheitsfördernde Klima hat die Wirkung der Sonne. Dank seiner Kuppenlage in 1 015 Metern Höhe besitzt Höchenschwand im Jahresdurchschnitt mit die längste Sonnenscheindauer. Sonnenlicht wirkt positiv auf den Stoffwechsel, verbessert die Abwehrkräfte und hebt zudem die Stimmung.
Die Reinheit der Luft ist vor dem Hintergrund der Luftverschmutzung in Ballungszentren vielen Gästen ein Bedürfnis, weiß man in der Kurverwaltung Höchenschwand. Die Lage oberhalb der Inversionsschicht und eine leichte Brise sorgen für die ständige Erneuerung der Luftschicht: wohltuend speziell bei Erkrankungen der oberen Atemwege.
Die Niederschlagsmenge ist relativ gering. Die größte Menge fällt im Dezember, die geringste im Februar. Nebeltage sind selten. Schneefällt ab Oktober, mit einer geschlossenen Schneedecke und 80 Zentimetern Schnee ist ab Weihnachten und bis März zu rechnen.
Die Landschaft ist für Höchenschwand zweitwichtigster Heilfaktor. Der Ort mit dörflichem Charakter befindet sich in einer reizvollen Landschaft - umgeben von Wiesen, Feldern, Wäldern - und ist frei von Industrie. Frühaufsteher erleben besonders im Winter und im Frühjahr die Schönheit eines Sonnenaufgangs über der Bregenzer Alpenkette.
Nicht minder sehenswert ist das St. Blasier Land um Höchenschwand. Da ist natürlich zuerst St. Blasien mit seinem Dom, einem klassizistischen Prachtbau. Mit einem Durchmesser von 36 Metern ist sie eine der größten Kuppelkirchen Europas.
Auf dem Aussichts- und Kletterturm im Natursportzentrum Höchenschwand kommt man dem Himmel noch ein Stück näher. Hauptattraktionen sind der Rothaus-Zäpfle-Turm mit dem grandiosen Panorama-Rundblick und die abenteuerlichen Kletterrouten.
Einen 32 Kilometer langen Rosen-Wanderweg bietet die Gemeinde Weilheim. Will man mehr über die Entstehung des Rosendorfes wissen, kann man sich zu einer Dorfführung anmelden. Einen Blick in die Geschichte eröffnet ein Besuch des Mineralienmuseums »Gottesehre« in Dachsberg-Urberg. Seit 2001 erinnert das Mineralienmuseum in Urberg an die Vergangenheit als ehemaliger Bergbaustandort. Das Museum ist dem 1987 geschlossenen Fluss- und Schwerspatbergwerk »Gottesehre« in Höll-Bildstein gewidmet und zeigt eine Sammlung von Mineralien aus diesem Stollen.
Ein weiteres, altes Handwerk wird in der Ibacher Bürstenmacher-Werkstatt wieder lebendig, die im Alten Rathaus eingerichtet ist. Werner Schmid stellt dort die alten Werkzeuge vor und zeigt, wie in Handarbeit Bürsten gemacht werden. Sein Ururgroßvater brachte das Handwerk einst nach Ibach, heute wird es nur noch zur Brauchtumspflege ausgeübt. (GEA)
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