Uli Stein gilt als Deutschlands erfolgreichster Cartoonist. So ist auf der Box von »Schlacht am Buffet« seine Handschrift klar zu erkennen. Wer das Spiel von Martin Wallace beginnt, wird schnell merken, dass er einen Glücksgriff getan hat, denn die Schlacht um die besten Essenplättchen macht viel Spaß.
Wie die Schlacht aussieht? Nun, zuerst einmal werden auf dem Spielplan kleine Pappteller ausgelegt - und zwar immer ein Teller weniger als Spieler teilnehmen. Einer geht also immer leer aus. Auf den Tellern stehen Zahlenwerte, die von -1 bis +5 reichen. Nun legt jeder Spieler eine seiner neun Handkarten verdeckt vor sich hin. Je nach Zahlenwert gehen die Spieler dann bis zu 9 Schritte auf dem Spielplan nach vorn. Auch "-1"-Karten können eingesetzt werden, was bedeutet, dass der Spieler dann mit seiner Mausfigur einen Schritt nach hinten gehen muss. Derjenige Spieler, der jetzt auf dem Spielplan hinten liegt, muss den Teller mit dem niedrigsten Wert nehmen und scheidet für diese Runde aus.
Die anderen Spieler legen erneut verdeckt je eine Handkarte vor sich hin und kämpfen somit weiter um die mit Käse, Salami, Wurst, Pizza, Hähnchenkeule oder Salat bestückten Teller.
Spannend ist, dass dann, wenn nur noch zwei Spieler übrig sind, derjenige Spieler den letzten und wertvollsten Teller bekommt, der auf dem Spielplan mit seiner Spielfigur am weitesten vorn steht. Der Zweitplatzierte geht leer aus. Entscheidend für die Endrunden sind also Karten mit hohen Zahlenwerten, die einen möglichst weit nach vorn kommen lassen.
Sind alle Tellerplättchen weg, dürfen die Spieler neue Karten nachziehen. Wer sich vom Pech verfolgt fühlt, und nur niedrige Karten zieht, kann versuchen, in der nächsten Runde gleich im ersten Durchgang mit dem Ausspielen einer niedrigen Karte auszuscheiden. "Erstausscheider" haben nämlich die Möglichkeit, beliebig viele Karten abzugeben und dann ihre Hand auf neun Karten aufzufüllen. Wer Glück hat, bekommt so eventuell viele Karten mit hohen Zahlenwerten.
Falsch wäre es, "Uli Stein - Schlacht am Buffet" als ein Strategiespiel zu bezeichnen. Ein bisschen mit dem Auslegen der Karten zu taktieren, ist aber durchaus möglich. Allerdings werden die Karten ja verdeckt gelegt - insofern kann man nie wissen, in welche Richtung die Mitspieler denken. Ärgerlich wird das Ganze vor allem dann, wenn man zum Beispiel schon einen Käse mit dem Wert 5 vor sich liegen hat, und dann - ungewollt - das Käsegericht mit dem Wert -1 bekommt. Die Regel ist nämlich, dass gleiche Sorten übereinandergestapelt werden müssen. Die Gericht nebeneinander zu sammeln ist nicht möglich, und somit der 5er-Käse unweigerlich unter dem -1er-Käse verloren. Schade, denn klar ist, auf was das Spiel hinaus läuft: Wer am Ende die meisten Punkte vor sich liegen hat, gewinnt. GEA)
Uli Stein - Schlacht am Buffet: 3 bis 6 Spieler ab 8 Jahren, 30 Minuten, Kosmos-Verlag
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