Spiele-Tipp - Die fantastische Welt von "Drachenherz"
Legespaß für Zwei
Foto: Kosmos
Von Tanja Liebmann
Ein kurzweiliger Spielespaß für zwei Personen gefällig? Wer diesen Wunsch hat, dem sei Rüdiger Dorns Spiel »Drachenherz« empfohlen. Vor allem Fantasy-Fans werden begeistert sein: Auf dem zusammenfaltbaren Spielplan gibt es Feuerdrachen, Schatztruhen, Prinzessinnen, Trolle, Zwerge, Drachenjäger und Helden zu entdecken.
Die Stationen mit den Fantasiegestalten sind mit dünnen Pfeilen miteinander verbunden. »Die Pfeile hätte der Grafiker doch ruhig mal dicker machen können«, wird vielleicht der eine oder andere am Anfang sagen. Tatsache ist aber, dass es an »Drachenherz« grafisch nichts zu mäkeln gibt. Schon nach der zweiten oder dritten Runde scheint wie selbstverständlich klar, welche Station mit welcher anderen zusammenhängt. Und klar ist auch: Das Spiel zieht selbst diejenigen in den Bann, die mit Fantasy-Figuren sonst nichts anzufangen wissen.
Worin die Faszination des Spiels liegt? Nun, am
Anfang vermutlich erst mal an der freudigen Erfahrung, ein Spiel im Handumdrehen lernen und spielen zu können. Die Regeln zu »Drachenherz« sind nämlich absolut simpel. Angesichts der klaren und eingängigen Abläufe kommt in das Ablegen der Karten rasch Tempo - der erfolgreichste Spieler ist nach weniger als einer halben Stunde ermittelt. Gewinner ist derjenige, der am Schluss die meisten Ruhmespunkte gesammelt hat. Erhalten kann er diese Punkte, indem er seine Karten gezielt auf bestimmte Stationen auf dem Spielplan legt.
Wer auf ein Strategiespiel aus ist, wird bei »Drachenherz« enttäuscht sein, denn im Prinzip spielt hauptsächlich Fortuna mit. Jeder Spieler hat nämlich den gleichen Satz mit 50 Karten, und welche Karten er nacheinander vom Stapel zieht, ist Glückssache. Ein bisschen Wahlfreiheit bleibt aber dennoch, denn jeder Spieler hat fünf oder in Ausnahmefällen sechs Karten in der Hand. (GEA)
»Drachenherz«: 2 Spieler ab 8 Jahren, ca. 20 Min, ca. 15 Euro