24.07.2010 - 10:00 Uhr
Die Lästerspalte
Die Opfer der Hitzewelle
Von Gisela Sämann
Ein Glück, dass die garstige Hitzewelle erst einmal vorbei ist. Jetzt kann die Bahn ihre Klimaanlagen in aller Ruhe zu Heizungen umetikettieren, wozu sie sich offenbar besser eignen. Es wird nicht noch mehr ICE-Fahrgäste geben, die das Unternehmen um 500 Euro pro Nase erleichtern. Und Bahnchef Grube kann die Kollaps-Prämien schon mal in die künftigen Fahrkartentarife einpreisen.
Die Kurzatmigkeit der ICE-Klimaanlagen ist indes nur eine der temperaturbedingten Enthüllungen, die die interessierte Öffentlichkeit derzeit zu verkraften hat. Ein Hitzeopfer ist auch Lothar Matthäus (49), Ex-Fußballer mit Hang zu sehr schönen und sehr jungen Frauen. Seiner vierten Ehepartnerin Liliana (22) war es so heiß, dass sie es nur noch am Meer und im allerknappsten Bikini aushalten konnte. Schatten spenden ließ sie sich vom gut gebräunten Körper eines reichen Italieners (27), was die rein zufällig herumlungernden Fotografen sehr interessant fanden. Die Bilder legte das pflichtbewusste People-Magazin »Bunte« unverzüglich dem Ehemann vor (»Fassungslos wühlt Lothar in einem Stapel Fotos, die seine Frau Liliana bei heißen Liebesspielen auf einer Jacht vor Sardinien zeigen«). Matthäus konnte ihnen entnehmen, dass die Abkühlung, die Liliana am Mittelmeer fand, in erster Linie die Gefühle ihm gegenüber betraf.
Aus all dem lernen wir, dass man bei hohen Temperaturen aus Sicherheitsgründen ein Auge auf Ehe- und andere Partner haben und sie nicht allein irgendwohin fahren lassen sollte. Nicht im ICE und nicht auf einer Jacht, auf der sich reiche Italiener befinden. Oder junge Lilianas. Und wir fragen uns, ob die hilfreiche »Bunte« diesen Tipp nicht auch an Frau Lahm weitergeben sollte, die gerade einen Star-Fußballer geheiratet hat. Es mache ihr nichts aus, dass ihr Philipp derzeit kickenderweise so viel unterwegs sei, hat Claudia Lahm gesagt. Weil: »Unsere Ehe ist für das ganze Leben, der Fußball nicht.« Man will ja nicht unken, aber Lothar Matthäus zum Beispiel sieht das genau umgekehrt.
Deshalb konzentriert jener sich wieder auf den Job: »Ich baue auf Kamerun. Die wollen mich als Nationaltrainer verpflichten«, erzählte Matthäus stolz dem »Bunte«-Reporter. Aber ach, die Kameruner sind treulos wie Liliana und haben schon einen Anderen.
Ist vielleicht besser so. In Afrika ist es doch auch so furchtbar heiß.
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