Dass es Blockers auf die Nominierungsliste zum Spiel des Jahres 2011 geschafft hat, ist kein Wunder. Die Idee von Kory Heath, auf einem neun Mal neun Felder großen Brett die Spieler Plättchen so platzieren zu lassen, dass sich möglichst wenige zusammenhängende Gruppen ergeben, hat es in sich.
Mit dem Legen der Plättchen blockieren sich die Spieler nämlich gegenseitig - was das Ganze spannend und knifflig werden lässt. Darüberhinaus ist das Spielmaterial klasse: Die Farbplättchen sind selbst bei schummrigem Licht klar unterscheidbar und passen sich in den Kunststoffvertiefungen des Spielbretts sehr gut ein.
Wie Blockers genau funktioniert? Im Prinzip sind die Regeln kinderleicht. Am Anfang erhält jeder Spieler 28 Plättchen einer Farbe, und zwar neun Buchstaben, neun Zahlen, neun verschiedene Symbole und einen Joker. Jeder Spieler zieht nun fünf Plättchen und legt sie auf eine Ablagebank, die an Scrabble erinnert. Wer dran ist, muss sich nun für eines der fünf Plättchen entscheiden. Zahlenplättchen müssen auf dem Spielbrett in die Spalte gelegt werden, die der Zahl entsprechen. Buchstabenplättchen dürfen nur in die Reihe mit dem entsprechenden Buchstaben gelegt werden und Symbolplättchen müssen auf eines der Felder mit dem gleichen Symbol gelegt werden.
Wer bei Blockers Glück hat, kann gleich zu Anfang seine Plättchen dicht beieinander platzieren und somit eine zusammenhängende Gruppe schaffen. Seine Plättchen auf dem Spielbrett weit verstreut unterzubringen, muss aber noch lange kein Pech bedeuten. Im Laufe des Spiels werden nämlich immer wieder neue Plättchen nachgezogen, und so kann es gut gelingen, bestehende Lücken in der Waage- oder Senkrechten zu schließen.
Reizvoll an Blockers ist, dass sich die Spieler bei ihrer Gruppenplanung immer wieder in die Quere kommen. Denn unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, gegnerische Plättchen abzuräumen. Aber Achtung: Kurzfristige Vorteile können bei der Endabrechnung nachteilig zu Buche schlagen.
Schön ist, dass Blockers auch eine Profivariante für zwei Spieler bietet. Doch egal, wie viele Spieler mit machen: Am Ende werden die freien Felder knapp, und irgendwann bleibt nichts anderes mehr übrig, als ein Plättchen vom Gegner zu nehmen. Diese Spielphase ist besonders spannend - und mit glücklichen wie unglücklichen Wendungen verbunden. (GEA)
Blockers von Amigo, 2-5 Spieler ab 8 Jahren, etwa 30 Minuten, rund 20 Euro
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