Der Spiele-Tipp - Gute Köche brauchen eine ruhige Hand
Bei Safranito ist Geschick gefragt
Von Tanja Liebmann
Brettspiele im Test: Safranito - Hier ist Geschicklichkeit gefragt
Wer es gerne mit hochwertigem Spielmaterial zu tun hat, liegt mit »Safranito« genau richtig. Hier stimmt einfach alles: schöne Grafiken auf einem robusten Spielbrett, griffige Chips in klar unterscheidbaren Farben und Geldscheine, die auch nach der hundertsten Runde noch nicht abgegriffen oder zerknittert aussehen. Leider hat es das Spiel von Marco Teubner trotz Nominierung nicht geschafft, den Preis »Graf Ludo 2011« in der Kategorie beste Familienspielgrafik oder den Titel »Spiel des Jahres 2011« zu bekommen.
Nun, es könnte sein, dass sich die Juroren zu sehr aufgeregt haben. Ärgerpotenzial hat das Spiel nämlich reichlich, denn im Prinzip geht es bei »Safranito« insbesondere darum, ein geschicktes Händchen beim Werfen der Chips zu haben. Wirft man zu stark, schießt man über sein Ziel hinaus, schießt man zu schwach, erreicht man es erst gar nicht.
Sechs Chips in seiner Farbe und 200 Rupien-Scheine hat jeder Spieler zur Verfügung. Mit dem Geld kann man sich Gewürze kaufen, die dazu gebraucht werden, auf Karten abgebildete Gerichte zu kochen. Wer es als erster schafft, sein drittes Gericht zuzubereiten, gewinnt.
Um sich die Gewürze für die Gerichte zu kaufen, ist aber Geschicklichkeit gefragt: Runde um Runde haben die Spieler die Aufgabe, ihre Chips auf die auf dem Spielbrett abgebildeten Gewürze zu werfen. Wer es schafft, seinen Chip etwa auf Curry zu platzieren, kann sich eigentlich vom Spielfeldrand die passende Curry-Gewürzkarte nehmen - wenn nicht ein anderer Spieler auf dem Curry-Feld zwei oder drei Chips platziert hat und auf einen höheren Zahlenwert kommt.
Toll an »Safranito« ist, dass es kein reines Geschicklichkeits-Spiel ist. Mag ja sein, dass man eine ruhige Hand haben muss, um an die Gewürze zu kommen. Selbige kosten aber Geld, und daher ist es wichtig, nicht gleich in den ersten Runden all seine Rupien zu verprassen. Kleiner Tipp: Clever kann es zum Beispiel sein, anfangs eher unbegehrte Gewürze billig zu erstehen und sie dann später wieder teuer zu verkaufen. (GEA)
»Safranito« von Zoch,
2 bis 4 Spieler ab 10 Jahren,
etwa 40 Minuten, rund 30 Euro
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