Fitness-Serie Teil 3: Starke Muskeln sehen nicht nur gut aus. Sie helfen auch, Haltung zu bewahren
Schutz und Stütze für die Gelenke
VON GERRIT ULNER
Der Begriff Krafttraining wird hierzulande leider noch häufig mit Bodybuilding und Arnold Schwarzenegger verbunden, mit Kraftmaschinen in großen Trainingshallen, mit schweren Gewichtshanteln und endlosem Abrackern. Dabei sollte Krafttraining jedoch als eine in den Alltag integrierte Tätigkeit angesehen werden, die uns Gesundheit, Energie und Wohlbefinden verschafft - und uns aktiv älter werden lässt.
So gesehen ist es für Frauen und Männer in jedem Alter und jeder sozialen Schicht geeignet. Denn es kräftigt den gesamten Bewegungs- und Haltungsapparat und stabilisiert damit Gelenke und vor allem Rücken. Knochen und Sehnen werden gestärkt, die Kondition verbessert, das Sturzrisiko gesenkt und die Frakturrate reduziert. Noch ein Aspekt ist wichtig: Spätestens ab dem 30. Lebensjahr verliert der Mensch jedes Jahr etwa ein Prozent seiner Muskelmasse - zumindest, wenn er nichts dagegen tut.
Die Muskeln geben nicht nur Stabilität, sie haben auch einen Einfluss auf die Fettverbrennung, sorgen sie doch für einen Teil des Grundumsatzes, also den Kalorienverbrauch im Ruhezustand. Intensiveres Krafttraining bewirkt zusätzlich noch einen Nachbrenneffekt - direkt nach dem Training steigt ebenfalls der Energieumsatz und die Fettverbrennung erhöht sich.
Doch wie beginnen? Ich empfehle, wie bei fast allen Sportarten, die Begleitung durch einen Trainer. Er kann Sie beraten, Ihnen effektive Übungen zusammenstellen und auf eine korrekte Ausführung und Haltung achten.