Fahrbericht - Ein Daihatsu Terios ist ideal für schneereiche Alpenländer und bietet sich als City-Flitzer an
Kleine SUVs gehen weg wie geschnitten Brot
VON CHRISTINE KNAUER
REUTLINGEN. Der Grund, weshalb kleine Geländewagen größeren Konkurrenten immer häufiger den Rang bei der Gunst der Kunden ablaufen, liegt auf der Hand: Sie verbrauchen weniger Treibstoff, passen besser in ohnehin dünn gesäte Parklücken und lassen sich im Stadtverkehr leichter handlen. Spezielle Offroad-Künste sind den meisten Besitzern gar nicht so wichtig. Entscheidend sind vielmehr das hohe Sitzniveau und die Gewissheit, im Mainstream positiv herauszustechen.
Kompakt-SUVs wie der Daihatsu Terios werden immer öfter auch mit Zweiradantrieb angeboten. Diese Variante ist günstiger als die Allradversion - sowohl bei der Anschaffung, als auch im Blick auf den Spritverbrauch. So liegt der Basispreis für den Terios 1.5 2WD bei 16 490 Euro. Der günstigste Allradler beginnt bei 21 490 Euro. Für den auf Autogasantrieb umgestellter Terios verlangen die Japaner mindestens 19 240 Euro.
Im Fahralltag freundeten wir uns rasch mit dem gut ausgestatteten 1.5 Top 4WD an. Seine Ausmaße sind einladend - im Grunde ist der Fahrer unterwegs wie in einem Polo mit besserer Aussicht.
Dank der dynamischen Frontpartie des Terios hebt man sich im Straßenbild deutlich von typischen Allerweltsautos ab. Vor allem auf kurzen Strecken, über Land und in der Stadt macht es Spaß, den Terios zu steuern. Bei höheren Tempi - so ab 120 auf der Autobahn - beginnt der Benziner etwas ungemütlich zu grummeln. Die lang übersetzten fünf Gänge erlauben dann keine spritzigen Überholmanöver.
Im Innern sitzen vier erwachsene Passagiere recht kommod. Angenehm in Erinnerung bleiben das eher zierliche Lenkrad und die klassisch gerahmten, übersichtlichen Rundinstrumente. Radio und CD-Spieler lassen sich direkt am Gerät oder über Funktionstasten am Lenkrad bedienen. In der Mittelkonsole sind CD-Radio, Klima und die externe Schnittstelle gebündelt. Dieser Part kann von beiden Seiten leicht bedient werden. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Positionierung des Tankdeckelöffners unter dem Fahrersitz, respektive unter der Fußmatte. Ungewollt betätigt man den Entriegler mit dem Absatz, so dass die Klappe ohne Tankbedarf aufspringt.
Gute Rundumsicht
Auch die Rundumsicht hat uns überzeugt, was bei vielen Fahrzeugen heute kaum noch gewährleistet ist. Dies liegt vor allem an der schlanken C-Säule, die das City-SUV vorweist.
Positiv auf den Fahrkomfort wirkt sich der relativ lange Radstand aus. Selbst auf Schotterpisten verwandelt sich der Terios nicht in eine Schüttelbox, die ihre Insassen aufmischt. Auch auf nicht vom Schnee befreiten Straßen ist der kleine Japaner ein treuer Kumpel.
Wegen seines moderaten Eigengewichts (1 225 Kilogramm) macht er sich bergab und bei glattem, eisigen Untergrund nicht selbstständig. Ein Auto, ideal beispielsweise für schneereiche Alpenländer mit kurvigen Pass-Straßen - aber auch für Fahrten über die verschneite Schwäbische Alb, die direkt vor der Haustür liegt. (GEA)