Auto
Fahrbericht - Hondas CR-V erhält prägnante Front und damit ein deutlich maskulineres Aussehen

Die Nase trägt er hoch im Wind

VON CHRISTINE KNAUER

Komfortables und bequemes Reisen zu fünft ist im Honda CR-V möglich. FOTO: PR
REUTLINGEN. Die Nase trägt er hoch im Wind. Man könnte auch sagen, wegen seines fliehenden Kinns wirkt seine an sich mächtige Vorderpartie jetzt etwas spitzbübisch. Im Jahr 1996 stellte Honda die erste Generation des CR-V vor. Das japanische SUV, das mittlerweile in dritter Generation gebaut wird, erfuhr nun eine neuerliche Überarbeitung.

Schärfer »herausgemeißelt« wurden die Motorhaube sowie die Frontlichter. Vorne, unter der Schnauze, wurde das Blech zurückgenommen, sodass der Blick auf die Unterbodenplatte frei wird. Das verleiht dem Off-Roader einen Ausdruck der Unverwüstlichkeit. Wir testeten den 2.2-Liter Diesel mit vier Zylindern und 150 PS. Der Grundpreis für diesen Selbstzünder beträgt 30 500 Euro (32 250 Euro in der Automatikversion). Unser Testwagen in der gehobenen Executive-Ausstattung brachte es unterm Strich auf stolze 45 000 Euro. In und an ihm fehlte es aber auch an nichts.

Die günstigste Variante des CR-V liegt bei 26 950 Euro. Somit zeigt sich, dass die preisliche Spanne recht weit reicht - je nach dem, wie anspruchsvoll der Kunde ist. Das japanische Kraftpaket, das schon optisch viel hergibt, nimmt bis zu zwei Tonnen Last an den Haken: Ob Pferde-, Bootsanhänger oder Wohnwagen, im Zug stelltder Crossover seine Bärenkräfte unter Beweis. Dank der großen Bodenfreiheit sind auch Abstecher in unwegsames Gelände kein Problem.

Im geräumigen, mehr als 500 Liter fassenden Kofferraum sind zwei Lade-Ebenen integriert. Die schweren Gepäckstücke lassen sich - unabhängig von der Ladung darüber - unten herausziehen, ohne dass der gesamte Kofferrauminhalt auf die Straße gestellt werden muss. Eine feine Sache! Allerdings ist die Ladekante recht hoch angesetzt, so dass schwere Gegenstände mit Schmackes in den Gepäckraum befördert werden müssen.

Der Personenkomfort kann sich im CR-V sehen lassen. Fünf Reisende genießen eine große Arm- und Beinfreiheit. Das zweigeteilte Panorama-Glasdach, das sich elektrisch öffnen lässt, bringt Luft und Helligkeit ins Wageninnere. Das Cockpit ist insgesamt eher nüchtern-maskulin gestaltet.

Beim rückwärts Einparken erleichterte uns die Rückfahrkamera das Manövrieren. Denn das sehr weit oben endende Heckfenster erlaubt eine nur eingeschränkte Aussicht nach hinten.

Auf Schnellstraße und Autobahn könnte sich das SUV etwas durchzugskräftiger zeigen. Wenn man ihn abrupt zu einer schnelleren Gangart nötigt, zünder das Aggregat recht spät. Auch der außerstädtische Verbrauch von 6,2 Litern (Werksangabe) lässt sich de facto nicht realisieren. Vor allem, wenn man auf die Tube drückt, heißt es nach rund 500 gefahrenen Kilometern Tankstellenstopp - trotz eines Tankinhalts von knapp 60 Litern Diesel. (GEA)


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Die Nase trägt er hoch im Wind - Reutlinger General-Anzeiger - Magazin - Auto

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Fahrbericht - Hondas CR-V erhält prägnante Front und damit ein deutlich maskulineres Aussehen

Die Nase trägt er hoch im Wind

VON CHRISTINE KNAUER

Komfortables und bequemes Reisen zu fünft ist im Honda CR-V möglich. FOTO: PR
REUTLINGEN. Die Nase trägt er hoch im Wind. Man könnte auch sagen, wegen seines fliehenden Kinns wirkt seine an sich mächtige Vorderpartie jetzt etwas spitzbübisch. Im Jahr 1996 stellte Honda die erste Generation des CR-V vor. Das japanische SUV, das mittlerweile in dritter Generation gebaut wird, erfuhr nun eine neuerliche Überarbeitung.

Schärfer »herausgemeißelt« wurden die Motorhaube sowie die Frontlichter. Vorne, unter der Schnauze, wurde das Blech zurückgenommen, sodass der Blick auf die Unterbodenplatte frei wird. Das verleiht dem Off-Roader einen Ausdruck der Unverwüstlichkeit. Wir testeten den 2.2-Liter Diesel mit vier Zylindern und 150 PS. Der Grundpreis für diesen Selbstzünder beträgt 30 500 Euro (32 250 Euro in der Automatikversion). Unser Testwagen in der gehobenen Executive-Ausstattung brachte es unterm Strich auf stolze 45 000 Euro. In und an ihm fehlte es aber auch an nichts.

Die günstigste Variante des CR-V liegt bei 26 950 Euro. Somit zeigt sich, dass die preisliche Spanne recht weit reicht - je nach dem, wie anspruchsvoll der Kunde ist. Das japanische Kraftpaket, das schon optisch viel hergibt, nimmt bis zu zwei Tonnen Last an den Haken: Ob Pferde-, Bootsanhänger oder Wohnwagen, im Zug stelltder Crossover seine Bärenkräfte unter Beweis. Dank der großen Bodenfreiheit sind auch Abstecher in unwegsames Gelände kein Problem.

Im geräumigen, mehr als 500 Liter fassenden Kofferraum sind zwei Lade-Ebenen integriert. Die schweren Gepäckstücke lassen sich - unabhängig von der Ladung darüber - unten herausziehen, ohne dass der gesamte Kofferrauminhalt auf die Straße gestellt werden muss. Eine feine Sache! Allerdings ist die Ladekante recht hoch angesetzt, so dass schwere Gegenstände mit Schmackes in den Gepäckraum befördert werden müssen.

Der Personenkomfort kann sich im CR-V sehen lassen. Fünf Reisende genießen eine große Arm- und Beinfreiheit. Das zweigeteilte Panorama-Glasdach, das sich elektrisch öffnen lässt, bringt Luft und Helligkeit ins Wageninnere. Das Cockpit ist insgesamt eher nüchtern-maskulin gestaltet.

Beim rückwärts Einparken erleichterte uns die Rückfahrkamera das Manövrieren. Denn das sehr weit oben endende Heckfenster erlaubt eine nur eingeschränkte Aussicht nach hinten.

Auf Schnellstraße und Autobahn könnte sich das SUV etwas durchzugskräftiger zeigen. Wenn man ihn abrupt zu einer schnelleren Gangart nötigt, zünder das Aggregat recht spät. Auch der außerstädtische Verbrauch von 6,2 Litern (Werksangabe) lässt sich de facto nicht realisieren. Vor allem, wenn man auf die Tube drückt, heißt es nach rund 500 gefahrenen Kilometern Tankstellenstopp - trotz eines Tankinhalts von knapp 60 Litern Diesel. (GEA)


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