Leserreisen
GEA-Leserreise - Auf Panoramastraßen und atemberaubenden Serpentinenstrecken durch das Land der Wikinger

Gletscher, Fjells und Fjorde

Von Ines Westphal

Oslo, Norwegens Hauptstadt mit 1000-jähriger Geschichte, hat viel zu bieten. Gelegen am innersten Teil des Oslo-Fjords, umgeben von kleinen Inseln und den bewaldeten Höhenzügen der Oslomarka, ist die Stadt ein wahres Freizeitparadies. In nur wenigen Minuten sind Strände, aber auch Skigebiete mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom Stadtzentrum aus zu erreichen. Auch der Holmenkollen - hier hat im vergangenen Winter die Nordische Ski-WM stattgefunden. Wer sich für Kunst und Kultur interessiert, kommt ebenfalls auf seine Kosten. Oslo, das ist die Stadt von Edvard Munch, Henrik Ibsen und Gustav Vigeland. Letzterer hat sich mit seinen Skulpturen im Vigelandspark selbst ein Denkmal gesetzt. Wahrzeichen der Stadt ist das Rathaus mit seinen viereckigen Zwillingstürmen. Im großen Saal findet alljährlich am 10. Dezember die Verleihung des Friedensnobelpreises statt.

Foto: Ines Westphal
FOTO: Ines Westphal
Für die ca. 60 Teilnehmer der GEA-Leserreise, die mit einigen Tagen Abstand in zwei Gruppen unterwegs sind, geht es weiter im bequemen Reisebus durch das Gudbrandsdal und das Romsdal in Richtung Fjordland. Ein kurzer Stopp wird in der einstigen Olympiastadt Lillehammer eingelegt. Die Landschaft wird immer beeindruckender. Über den tiefhängenden Wolken tauchen die Gipfel der bis zu 1700 m hohen Trollwand auf und schließlich Trollstigen. Die weltbekannte Straße führt über elf enge Haarnadelkurven mit schwindelerregender Aussicht hinauf auf den Pass.

In den 9 Tagen der Reise in das Land der Wikinger folgt ein landschaftliches Erlebnis auf das andere. Über die Serpentinen der Adlerstraße erreicht die GEA-Gruppe den Ort Geiranger am gleichnamigen Fjord, einem Nebenarm des Sunnylvsfjords. Sagenumwobene Wasserfälle und verlassene Bergbauernhöfe, die wie Briefmarken an den steilen Felswänden des Geirangerfjords kleben, eröffnen dem Besucher Blicke auf eine faszinierende Natur, für die das Fjordland berühmt ist.



Ein Ausflug zum Briksdalsbreen, dem westlichen Ausläufer des größten europäischen Festlandgletschers Jostedalsbreen, darf auf dieser Reise keinesfalls fehlen. Nach knapp einer Stunde Fußmarsch ist der Briksdalsbreevatnet erreicht, ein türkisfarbener See, in den sich das glitzernde Eis der Gletscherzunge wälzt.

Nächster Punkt der Leserreise ist die Stadt Bergen, nach Oslo zweitgrößte Stadt Norwegens. Weltberühmt ist die alte Hafenstraße Bryggen mit ihren eng stehenden kleinen Giebelhäusern, die von hanseatischen Kaufleuten im 14. Jahrhundert als Auslandskontore errichtet wurden. Bryggen wurde im Lauf der Jahrhunderte immer wieder von Stadtbränden heimgesucht. Die heutigen Gebäude stammen zum Teil aus dem Jahr 1702, andere wurden erst später wieder aufgebaut. Unverzichtbar in Bergen: ein Bummel über den Fischmarkt. Hier findet man nicht nur Fisch und Meeresfrüchte, auch Gemüse, Obst und alle Arten von Souvenirs werden angeboten. Der großen Auswahl an Fischbrötchen und ähnlichen Leckereien kann fast keiner der GEA-Gruppe widerstehen.

Im Meer vor Bergen liegt der Øygarden, bestehend aus 550 Inseln, Holmen und Schären. Die Inseln Toftøy, Rongøy und Blomøy sind durch Brücken miteinander verbunden. Dadurch bietet sich den GEA-Lesern die Möglichkeit, diese wunderschöne Naturlandschaft mit ihrer reichen Vogelwelt zu bewundern.

Das Fjordland ist bekannt für die nördlichsten Obstplantagen der Welt. Der Golfstrom sorgt für mildes Klima entlang der Fjorde. Davon kann sich die GEA-Gruppe an Hardanger- und Sognefjord selbst überzeugen. Erdbeerfelder und rot leuchtende Kirschbäume machen Appetit auf die süßen Früchtchen. Ein starker Kontrast dazu: Die Hardangervidda, eine Hochgebirgsebene mit der einzigen wilden Rentierherde Norwegens.

Wer Norwegen bereist, der muss unbedingt auch eine Stabkirche besichtigen. Die GEA-Leser haben dazu in Røldal und Heddal Gelegenheit. Diese Kirchen aus Holz entstanden in der Übergangszeit von der heidnischen Religion zum Christentum im 12. und 13. Jahrhundert. Zu den Verzierungen der Stabkirchen gehören Schlangen und Drachenköpfe, die an den alten Glauben erinnern.

Letzte Station der Reise ist nochmals Oslo, bevor die GEA-Leser mit Flugzeug oder Fähre die Heimreise antreten.
Nur wenige Stunden, nachdem die zweite GEA-Gruppe die norwegische Hauptstadt mit der Fähre in Richtung Kiel verlassen hat, erreicht uns die schreckliche Nachricht von den Anschlägen in Oslo und auf Utøya. Anschläge auf die Menschen eines Landes, das die GEA-Leser gastfreundlich und weltoffen erlebt haben.



 
Seite versenden
 

Das könnte Sie auch interessieren