Leserbriefe
Jugendklimagipfel Mössingen/»Damit der Planet lebenswert bleibt«, vom 3. 1.

»Zum Umdenken animieren«

Und darum helfen uns auch Ziele im »Kleinen« als großes Volumen und großes Potenzial manchmal mehr als das »große Bla-Bla« unserer lieben Politiker -

So war unser Umweltminister Norbert Röttgen sehr einsichtig auf dem Weltklimagipfel in Durban, als er feststellte: Die Kluft zwischen dem, was sofort getan werden muss, um den Klimawandel zu bekämpfen, und dem, was getan wird, ist enorm und wird immer größer, während wir hier reden.



Mit Freude las ich den Bericht und finde es großartig, auch die jungen Generationen hier mit einzubinden, denn Klimaschutz geht uns alle an - was höre ich oft von den »älteren« Generationen, »mir reicht es vollends aus - es rechnet sich nicht«: Das ist egoistisch und schadet unseren kommenden Generationen nachhaltig! Ein Auto rechnet sich auch nicht.

Alleine im Sinne unserer Kinder und Enkelkinder müssen wir umdenken, konsequent jeder in seinem persönlichen Handeln, angefangen beim täglichen Einkauf nach dem Motto »wie viele Kilometer legte mein Brathähnchen vom 'Produzenten' zum Discounter-Regal zurück?« bis hin zum sparsamen Einsatz von Energie und Mobilität.

Zugegeben es ist ein schwieriger Prozess, man muss es wieder lernen (schuld war wohl der Wohlstand), man sollte hinterfragen und man muss sicherlich auch eigene Erfahrung sammeln.

Wir sollten hier auf unsere Jugend schauen, die soziale Netzwerke (wie Facebook) sehr ausgiebig mit einbindet.

So wäre es sicherlich möglich, die kleinen Läden mit überwiegend regionalen Grundnahrungsmitteln in den Vororten zu halten, kurze Wege zu nehmen, persönlichen Austausch in Verbindung mit modernen Möglichkeiten des Internets zu nutzen, um eine Infrastruktur aufzubauen, die es uns ermöglicht, Waren in der eigenen Gemeinde am nächsten Tag abzuholen anstatt dass jeder Einzelne zum »Supercenter« auf die grüne Wiese in den übernächsten Ort mit dem SUV fährt -

In der Pressemitteilung vom 29. Dezember 2011 des Deutschen Wetterdienstes wird das Jahr 2011 als zu den fünf wärmsten Jahren seit 1881 gezählt. So sind wir wieder beim Thema ...

Meine Empfehlung: Die »Jungen« haben zu Beginn ihres Klimagipfels auch einen Film gesehen - »story of stuff« auf Youtube, ein lehrreicher 21-minütiger Film über Materialwirtschaft, der vielleicht zum Umdenken animiert -

Dirk Maier, Reutlingen



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