Leserbriefe
Fußgängersteg/Zum Brief »Fußgängerüberweg weg«, GEA vom 14. 1.

»Tränen in den Augen«

Es tränen einem die Augen bei so viel Engagement für freie Sicht für freie Bürger - aufs Tübinger Tor! Weshalb es heißt: »Fußgängerüberweg weg!« Wie das Mitglied einer bekannten Splitterpartei in einem Leserbrief meint. Möglicherweise glaubt der Mann an das »Wunder Achalmtunnel«, nämlich kaum noch Verkehr auf der B 27/28/312, was für die dann nur noch vereinzelt auftretenden Blechleskutscher die Möglichkeit eröffnet, auf dieser Mittendurchdiestadtautobahn jederzeit ein Päuschen einlegen zu können, um einen vom Steg befreiten Blick aufs Tübinger Tor zu genießen. Traumhafte Aussichten. Und deshalb soll der Steg weg!? Natürlich, man kann der einen oder anderen Meinung sein, für oder gegen den Steg. Und wenn es immer(!) so sein würde, wie es ein anderer Splitterparteiler meint, dass bei Ampelüberquerung die Autofahrer eben zu warten hätten, wenn die Fußgängertruppen grün haben, dann wäre ja alles in Ordnung. Und wenn es nicht Fußgänger und Radfahrer geben würde, die bei eigener roter Ampel und in Anfällen von Ignoranz und Selbstüberschätzung die Straße überquerten. Weil man aber weder den Autofahrern, noch den Fußgängern und Radlern trauen kann, bleibt der Steg vielleicht nicht die schönste, aber die sicherere Lösung.

Walther Vogel, Reutlingen





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