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»Kunst als Markenzeichen«

Reutlingen im Prozess der Markenbildung - darüber wird in letzter Zeit viel geschrieben. Was könnten unverwechselbare Kennzeichen, Aushängeschilder der Marke Reutlingen sein? Hohen Wiedererkennungswert in Städten vermitteln Kunstwerke im öffentlichen oder halb-öffentlichen Raum. Wie ist das in Reutlingen?

Wo sind die Skulpturen am früheren Fernmeldeamt von Otto Hajek, eine gelungene Komposition mit der Farbgebung des Technikgebäudes, früher als Kunsteinheit für alle sichtbar?

Dass die »Schallrose« vor dem neuen Tonne-Gebäude wieder »blüht«, freut mich sehr. Doch wo kann ich das farbenfrohe Gemälde von Lothar Schall aus der Listhalle wiederfinden? Und wo hängt nun der Stoffdruck von HAP Grieshaber aus der Sparkassenfiliale Bahnhofstraße?

Ich kann diese Kunstwerke in der Öffentlichkeit nirgendwo wieder entdecken. Vielmehr bekomme ich den Eindruck, dass kein Wert darauf gelegt wird, kunstvolle Markenzeichen in die Marke Reutlingen zu integrieren. Wie kann ich mir sonst erklären, dass die interessante Broschüre »Kunst im öffentlichen Raum«, im Mai 2016 von der Stadt aufgelegt, schon im letzten Jahr weder im Touristenbüro noch im Rathaus zu erhalten war und auch - so die Auskunft - nicht mehr aufgelegt wird?

Wohin werden mit dem Abbruch des ehemaligen Gasthauses Falken die beiden sehenswerten Kleindenkmale verschwinden, das schmiedeeiserne Wirtshausschild und der Konsolstein, geschaffen von dem Reutlinger Bildhauer Heinrich Pfingsten? Noch lächelt der Falkner verschmitzt hinter dem Bauzaun.

»Städte müssen ihre Stärken konsequent vermitteln können, um nicht abgehängt zu werden«, heißt es vonseiten der Stadt zur Markenentwicklung. Das heißt für mich zwingend, Kunst als Markenzeichen im öffentlichen und halböffentlichen Raum muss bleiben und darf »nicht abgehängt werden«.

Katharina Braach, Reutlingen

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