Leserbriefe
Zu »Querschuss befeuert Kostendebatte« und »Neue Sollbruchstelle«, vom 17. 1.

»Der Frust muss tief sitzen«

Der Frust bei den politischen Praktikanten der FDP muss schon tief sitzen. Die verrückten Ökos von damals sind mit ihrer Solartechnik heute so erfolgreich, dass sie in atemberaubender Geschwindigkeit den damaligen und heutigen Energieexperten die scheinbaren Vernunftargumente aus den Händen schlagen. Plötzlich werden aus den Spinnern richtige Konkurrenten für das eigene Klientel. Es kommt noch so weit, dass man als Marktliberaler sich aus ökonomischen Gründen eine Fotovoltaikanlage auf das eigene Hausdach schrauben lassen muss. Das gilt es zu verhindern. Also gräbt man schon vor mehr als zehn Jahren verworfene Förderideen wieder aus. Nach dem Motto »viel hilft viel« erzeugt man sinnlose große Zahlen, um die Welt erschauern zu lassen. Es wird schon einen unkritischen Redakteur geben, der diese Zahlen veröffentlicht. Oder hat Herr Probst mal darüber nachgedacht, dass Steuerzahler und Energienutzer nicht identisch sind oder darüber, was den Energienutzer ein Arbeitsplatz bei der Kohleverstromung oder Kernenergienutzung (bitte inklusive zukünftiger Entsorgung) kostet?

Nachrechnen lohnt ob der Sinnlosigkeit der Zahl nicht, aber ich bin mir sicher: wesentlich mehr.



Das gegenwärtige Geschäftsmodell der großen Energieversorger scheint unterzugehen und mit ihm die FDP. Um beide ist es nicht schade. Danach haben die Verrückten von damals erreicht, dass eine sichere, günstige und nachhaltige Energieversorgung Realität ist. Vielleicht hat Deutschland dann auch eine richtig liberale Partei, die den aufgrund seiner vielen Akteure dann endlich liberalen Energiemarkt unterstützt.

Dr. Reinhard Jahraus, Lichtenstein



Seite versenden
 

Das könnte Sie auch interessieren
Leserbriefe

An unsere Leser

Wir freuen uns über jede Zuschrift. Bitte fassen Sie sich kurz, nur so können wir eine Vielzahl von Meinungsbeiträgen berücksichtigen. Auswahl und Kürzung von Beiträgen behalten wir uns ausdrücklich vor.

Bitte geben Sie bei jeder Einsendung, auch bei Zuleitung per E-Mail, Ihre volle Anschrift sowie Ihre Telefonnummer an. Anonyme Zuschriften veröffentlichen wir grundsätzlich nicht.

E-Mail: leserbriefe@gea.de
lesen »