Leserbriefe
Fußgängersteg am Oskar-Kalbfell-Platz

»Alles nur für freie Sicht?«

Muss es denn wirklich sein? 6 000 bis 8 000 Menschen benutzen nach Aussage von Stadtrat Schempp täglich die Stege über Konrad-Adenauer-Straße und die Zufahrt zu ZOB/Innenstadt. 5 000 Autos, darunter 1 200 Busse, fahren nach Aussage der Stadtverwaltung täglich darunter hindurch. Muss man die alle ebenerdig aufeinander loslassen, damit, wie unsere Baubürgermeisterin ausführt, die Besucher der Stadthalle und des Bürgerparks freie Sicht und ebenerdigen Zugang zum Tübinger Tor haben? Wie viele Leute werden das denn täglich sein, die die Stadthalle frequentieren oder sich im Bürgerpark ergehen? Der Abriss dieses Teils des Stegs über die Zufahrt zum ZOB erscheint mir angesichts der damit verbundenen Nachteile und des deutlich erhöhten Unfallrisikos vollständig unverhältnismäßig.

Einen effektiven Nutzen kann ich nicht erkennen, allenfalls irgendwelche sekundären Gesichtspunkte wie »städtebaulich wünschenswert« etc. Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit gehen vor! Auch dieser Teil des Steges sollte saniert oder durch einen besseren ersetzt werden. Wenn es denn sein soll, dann im Sinne des Vorschlages von Herrn Schempp oder der CDU-Fraktion.



Michael Röck, Reutlingen



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