GEA-Leser helfen - Firma Migros will Schulranzenaktion unterstützen. Ab heute Verkaufsaktion in Reutlingen
Feine »Nüdeli« für guten Zweck
Nudelverkauf für einen guten Zweck: Der Leiter der Reutlinger Migros-Dependance, Jürgen Weiwadel, vor dem Nudelberg, der ab heute im Untergeschoss der Müller-Galerie zugunsten von »GEA-Leser« helfen verkauft wird. FOTO: NIETHAMMER
REUTLINGEN. Seit 1998 sorgt der Verein »GEA-Leser helfen« in Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund dafür, dass Abc-Schützen aus bedürftigen Familien zu einer Erstausrüstung für den Schulstart kommen. Für die Bereitstellung der dafür benötigten Geldmittel will jetzt Migros Reutlingen zum zweiten Mal mit einer Nudelverkaufsaktion sorgen.
Konkret heißt dies: Das Unternehmen stellt wieder kostenlos 10 000 Packungen feiner Schweizer »Nüdeli« bereit, die für 60 Cent pro 500-Gramm-Packung (limitierter Verkauf von zwei Packungen pro Person) ab heute, Mittwoch, 24. März, im Migros-Markt im Untergeschoss der Müller-Galerie an der Wilhelmstraße verkauft werden. Der Gesamterlös geht an »GEA-Leser helfen« zur Finanzierung der Schulranzenaktion. »Wir spenden, und der Kunde beteiligt sich, dies ist der Grundgedanke der Aktion«, sagte der Geschäftsleiter von Migros Deutschland, Erich Fischer, gegenüber dem GEA. Und wie beim Verein »GEA-Leser helfen« üblich, gibt es keinerlei Kosten, die den Erlös schmälern würden. Alle Unkosten, die für die Aktion notwendig sind, tragen Migros beziehungsweise der Reutlinger General-Anzeiger. Das heißt, jeder Cent, den der Migros-Kunde zahlt, wird ungeschmälert als Spende zur Finanzierung der Schulranzenaktion verwendet.
Und Erich Fischer ist es auch wichtig, dass die Spenden für Menschen aus Reutlingen und Umgebung bestimmt sind. Dies ist beim hiesigen Kinderschutzbund naturgemäß der Fall, und auch der »Verein GEA-Leser helfen« verteilt Spenden nach seiner Satzung nur im GEA-Verbreitungsgebiet.
Für Menschen und Familien, die an der Armutsgrenze leben, wird es zunehmend schwieriger die Materialien für den Schulanfang zu beschaffen. Daran ändert auch der Beschluss des Bundestags wenig, Kindern von Hartz-IV-Empfängern und mittlerweile auch Kindern aus anderen bedürftigen Familien mit Beginn des Schuljahres 100 Euro für die Ausrüstung am Schulanfang zu spendieren. Das reicht für die Ausstattung eines Abc-Schützen vorne und hinten nicht.
Bereits Ende der 90er-Jahre wurde, angeregt vom Kinderschutzbund, die Schulranzenaktion durch den Verein »GEA-Leser helfen« installiert. 20 bis 30 Abc-Schützen erhalten seit 1998 ihre Erstausrüstung für den Schulstart. Traditionell wird diese in Süddeutschland bereits an Ostern angeschafft. Darum laufen jetzt die Vorbereitungen beim Kinderschutzbund, der neben Hartz-IV-Empfängern auch Familien betreut, die mit einem Einkommen knapp über der Sozialhilfegrenze zurechtkommen müssen. Der Umfang der Ausrüstung wurde wegen staatlicher Hilfen reduziert. Dennoch ist der Bedarf groß. Und dank Migros und eifrigen Nudelkäufern steht hoffentlich bald die Finanzierung. (GEA)