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Inflation drückt auf steigende Einkommen im Südwesten

Die Menschen im Südwesten hatten 2022 mehr Geld zur Verfügung. Pro Kopf waren es im Durchschnitt 27 271 Euro. Mehr leisten können sich dadurch aber nicht. Im Gegenteil.

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Eine Frau holt Eurobanknoten aus einer kleinen Geldkassette. Foto: Patrick Pleul/DPA
Eine Frau holt Eurobanknoten aus einer kleinen Geldkassette.
Foto: Patrick Pleul/DPA

Die Menschen in Baden-Württemberg hatten 2022 mehr Einkommen zur Verfügung - konnten sich aufgrund der hohen Inflation allerdings weniger davon leisten. Das Pro-Kopf-Einkommen lag durchschnittlich bei 27.271 Euro. Das waren 4,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Landesamt am Dienstag in Fellbach mitteilte. Der Anstieg bei den Verbraucherpreisen betrug 2022 aber 6,3 Prozent. Real handle es sich dabei also um eine rückläufige Einkommensentwicklung. Das war auch bereits 2021 der Fall.

Das nominale Plus geht den Angaben nach insbesondere auf Steigerungen beim Arbeitslohn zurück. Im Bundesländervergleich landete Baden-Württemberg auf dem dritten Platz, nach Bayern (28.460 Euro) und Hamburg (27.364 Euro). Schlusslicht 2022 war Sachsen-Anhalt mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 22.974 Euro. Absolut lag der Südwesten auch deutlich über dem Bundesschnitt - die Dynamik fiel aber niedriger raus: In ganz Deutschland stieg das verfügbare Einkommen pro Kopf um 5,6 Prozent und lag damit bei 25.830 Euro.

Das verfügbare Einkommen der Privathaushalte gibt den Statistikern zufolge an, wie viel Geld für Konsum und Sparen zur Verfügung steht. Es setzt sich zusammen aus den Einkommen aus Arbeit und Vermögen sowie empfangener Transfers wie Sozialleistungen. Abgezogen werden direkte Steuern und Sozialbeiträge. 2022 belief sich das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in Baden-Württemberg auf insgesamt 305,5 Milliarden Euro.

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© dpa-infocom, dpa:240507-99-946496/2