TuS Metzingen
Bensheim - Metzingen 35:22 - Schon nach zehn Minuten beim Tabellenführer mit sechs Toren in Rückstand

Rabenschwarzer Tag der TuS

BENSHEIM. Die lange Spielpause hat den Metzinger Zweitliga-Handballerinnen offenbar gar nicht gut getan: Beim Tabellenführer HSG Bensheim-Auerbach waren die Ermstälerinnen völlig von der Rolle und kamen mit 22:35 (11:18) unter die Räder. Bereits in der Hinrunde hatte die TuS gegen das hessische Team mit 23:30 keine Chance gehabt.

»Man kann natürlich beim Tabellenführer verlieren, aber die Niederlage ist zu hoch ausgefallen. Bensheim hat sehr gut gespielt und bei uns hat gar nichts geklappt. Das war schon bitter«, kommentierte Spielertrainerin Edina Rott das Debakel. Für ihre Mannschaft, die vor Weihnachten noch den damaligen Spitzenreiter TV Nellingen gestürzt hatte, war die Klatsche am Samstag ein empfindlicher Dämpfer.

»Bensheim hat sehr gut gespielt und bei uns hat gar nichts geklappt« §§ Die TuS konnte nur vier Minuten lang mithalten. Da war beim Stand von 2:3 aus Metzinger Sicht noch nichts verloren, aber kurz darauf betrug der Rückstand nach einem Bensheimer Zwischenspurt 3:9. Zu diesem Zeitpunkt schrieb man gerade mal die zehnte Minute. Rott: »Da war die Partie schon gelaufen.«

Durch Treffer von Kapitän Patricia Stefani und Christiane Haas verkürzte Metzingen zwar auf 6:10 (14.), aber anschließend präsentierte sich das Team wieder desolat. Über 7:16 (23.) und 15:27 (43.) steuerten die Gäste, die sich zahlreiche technische Fehler leisteten und selbst kaum Konter-Chancen erarbeiteten, der Pleite entgegen.

Auch die Umstellung der 6:0-Abwehr auf eine 3:2:1-Variante sowie ein Torhüter-Wechsel brachten keine Besserung, weil die TuS-Spielerinnen insbesondere Bensheims Rückraum-Assen Annika Hermenau und Kim Naidzinavicius (zusammen elf Feldtore) viel zu viel Freiraum ließen. »Wenn man auswärts mithalten will, muss es in der Abwehr klappen und auch die Torhüter-Leistung muss stimmen. Wir waren aber in der Verteidigung nicht aggressiv und konzentriert genug und sind überlaufen worden«, beschrieb Rott die Schwächen ihres Teams bei der höchsten Saison-Niederlage.

Von der Kritik nahm die Ungarin nur eine Akteurin aus. Die 26-jährige Rückraumspielerin Olga Savanyu, die neben Rott mit fünf Treffern die torgefährlichste Metzingerin war, habe gekämpft, »alles versucht« und eine gute Einstellung demonstriert.

§§ »Gegen Ketsch müssen wir alles besser machen«
 
Dass ihre Mannschaft derart auf die Nase fiel, machte die 38-jährige Spielertrainerin auch an der fünfwöchigen Spielpause fest. »Wir hatten seit Weihnachten noch keine richtige Partie. Das hat man gemerkt, während Bensheim bereits vergangene Woche in Beyeröhde gefordert war und Punkte holte.«

Nun soll mit konzentriertem Training bis Samstag (19.30 Uhr, Öschhalle) der Schalter wieder umgelegt werden. Dann kommt der Tabellen-Achte TSG Ketsch, der in der Vorrunde die TuS mit 27:22 bezwungen hat, ins Ermstal. »Da müssen wir aufwachen, Gas geben und alles besser machen«, nimmt Rott ihre Schützlinge in die Pflicht. (eye)


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