TuS Metzingen
Frauenhandball - Zweitligist Metzingen kann gegen Mainzlar Vorentscheidung schaffen im Duell um Platz sechs. »Tagesform entscheidet.« Mehr Fans als zuletzt erwartet

Früher Anwurf soll kein Nachteil sein

VON FRANK PLEYER

METZINGEN. Bislang war der frühere Anwurf für die Metzinger Zweitliga-Handballerinnen kein Vorteil. Zwei Heimspiele, zwei Niederlagen, lautet die Bilanz bei den Partien, die in dieser Saison bereits um 17.30 Uhr in der Öschhalle angepfiffen wurden. Nun heißt es am Samstag wieder, zu dieser vorgezogenen Uhrzeit - und nicht wie üblich um 19.30 Uhr - loszulegen.

TuS-Spielertrainerin Edina Rott will auf diese Statistik aber nichts geben. »Der Zeitpunkt ist uns egal. Für die Zuschauer mag es zu früh sein, weil sie dann vielleicht noch Fußball schauen. Aber wir haben so anschließend noch Zeit, um mit der Mannschaft zusammen zu sitzen oder gemeinsam etwas zu essen«, sagt die Ungarin.

Dass wieder so wenige Fans Interesse zeigen wie zuletzt beim 34:25-Sieg über Beyeröhde, glaubt Rott jedoch nicht. Damit habe man vergangenes Wochenende wegen der Ferienzeit gerechnet. Nun aber spricht alles dafür, dass deutlich mehr als die vor Wochenfrist gekommenen 250 Anhänger »ihre« TuS unterstützen - trotz des früheren Termins. Denn es geht am Samstag um den sechsten Tabellenplatz, den die TuS unbedingt auch am Saisonende einnehmen will.

Falls die Gastgeberinnen den unmittelbaren Konkurrenten bezwingen, hätten sie drei Punkte Vorsprung auf das Team von Meister-Coach Jürgen Gerlach. »Diese Begegnung kann schon entscheidend sein«, weiß Rott, die nach den Abgängen der vergangenen Wochen und Monate nur noch zwei Torhüterinnen und zehn Feldspielerinnen zur Verfügung hat. »Wir müssen damit leben und hoffen, dass sich niemand verletzt.« Dass ihrem kleiner Kader mangels Wechselmöglichkeiten in der Saison-Endphase die Kräfte ausgehen könnten, glaubt die 38-Jährige nicht. Man habe »genug gearbeitet« in puncto Kondition, sagt sie.

Kampfgeist ist gefordert, wenn es gegen Mainzlar geht - und keine mentale Schwäche wie im umkämpften Hinspiel, das die TuS nach einem frühen Rückstand erst nach einer Steigerung noch 25:23 gewann. »Die spielen mit Tempo und aggressiv in der Deckung. Da dürfen wir nicht nochmal einschlafen«, stellt die TuS-Torjägerin klar.

Ein sehr spannendes, enges Spiel ist zu erwarten, da die Gäste aus den letzten fünf Begegnungen fünf Punkte geholt haben. Letzte Woche verlor Mainzlar unglücklich gegen Nellingen: Neuzugang Martina Halasova aus der Slowakei, die bis dahin sechs Siebenmeter verwandelt hatte, scheiterte in den Schluss-Sekunden mit dem siebten Strafwurf an der Ex-Metzingerin Andrea May - und ihr Team verlor 26:27. Auch vor der wurfstarken Litauerin Ruta Latakaite ist die TuS gewarnt. Rott: »Alles kann passieren. Die Tagesform wird entscheiden.« (GEA)


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