TuS Metzingen
Zwickau - Metzingen 24:23 - TuS hat Auswärts-Stärke verloren. Aufholjagd kann Niederlage nicht mehr verhindern. 19-jährige Torhüterin Frey gibt ihr Zweitliga-Debüt

Die erste Halbzeit total verschlafen

ZWICKAU. In der Vorrunde machten die Metzinger Zweitliga-Handballerinnen auswärts ihre besten Spiele, seit dem Jahreswechsel geht aber in fremden Hallen nichts mehr. Nach Bensheim (22:35 verloren) war auch Zwickau bei der knappen 23:24 (8:17)-Niederlage keine Reise wert. Dass es beim Tabellenachten in der Sporthalle Neuplanitz nicht zu einem Punkt reichte, hatte vor allem einen Grund: Die desolate erste Halbzeit, in der das Team von Anfang an im Hintertreffen war. Nach 20 Minuten betrug der Rückstand bereits sieben Treffer (4:11), zur Pause dann neun Tore (8:17).

Über diese Hälfte sagte Spielertrainerin Edina Rott ironisch: »Wir sind in der Kabine geblieben.« Mit dem Kopf war das Team zumindest nicht auf dem Platz. Zu statisch wurde in der Abwehr agiert, nicht dagegengehalten und in der Offensive trafen die Gäste gegen die offensive Zwickauer Verteidigung schlechte Entscheidungen. »Das war wie in Bensheim. Es ist schwer zu verstehen«, wunderte sich Rott über die fehlende Einstellung ihrer Schützlinge in den ersten 30 Minuten. So stand auch Vanessa Frey, die während der Woche »gut trainiert hatte« (Rott) und nun ihr Zweitliga-Debüt im Tor gab, ohne die Unterstützung der Abwehr auf verlorenem Posten.

Wer von den Zuschauern geglaubt hatte, dass die Partie zur Pause entschieden war, sah sich getäuscht. Die TuS deckte in der zweiten Halbzeit offensiver, was besser funktionierte. Der Spielaufbau gewann an Sicherheit und das Team war nun ähnlich lauffreudig wie vergangene Woche beim 41:26-Kantersieg gegen Ketsch. Tor um Tor holten die Ermstälerinnen auf, ließen aber immer noch zu viele Chancen ungenutzt. Dennoch brachte ein verwandelter Siebenmeter von Rott ihr Team in der Schlussminute auf ein Tor heran (23:24). Schließlich hatten die Gäste noch einmal Ballbesitz, doch Zwickau unterband die Aktion, sodass Metzingen nicht mehr zum Wurf kam.

»Ein Unentschieden wäre super gewesen und auch verdient. Aber wenn man eine Halbzeit verschläft, kann man nicht mehr alles wenden«, meinte Rott, deren Team auf Piroska Bartek (krank) und Franziska Ramirez (Beruf) verzichten musste. Am kommenden Wochenende hat die TuS spielfrei. »Danach werden wir noch mal Gas geben gegen Beyeröhde«, kündigte Rott an. (eye)

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