Frauenhandball - Zweitligist Metzingen hat die hintere Tabellenhälfte im Auge. Niederlage in Zwickau abgehakt. Vertrauen in die eigene Stärke ist ungebrochen
60 Minuten Vollgas als Marschroute
METZINGEN. Eigentlich könnten die Metzinger Zweitliga-Handballerinnen immer noch einen Blick nach oben riskieren. Denn zuletzt haben auch Teams auf den Play-off-Plätzen Federn gelassen. Statt dessen bleiben die Ermstälerinnen in ihrer Einschätzung eher vorsichtig - und schauen in der Tabelle auf die hinter ihnen liegenden Ränge.
»Wenn's noch nach oben geht, ist es eine Überraschung, aber nicht die Pflicht. Wir wollen den Sack nach unten schnell zumachen und Platz sechs auf jeden Fall festigen«, sagt Rechtsaußen Sabrina Duschner. Und Mannschaftsführerin Patricia Stefani unterstreicht, dass man die Punkte am Samstag (19.30 Uhr, Öschhalle) brauche, »um uns nach hinten abzusetzen«. Das Ziel liegt auf der Hand: Gegen Schlusslicht TV Beyeröhde zählt nichts anderes als ein Sieg. Die Mannschaft aus dem Stadtteil von Wuppertal hat diese Runde erst einmal gewonnen: Riesa wurde mit 27:25 geschlagen. Das ist aber schon drei Monate her.
Im Hinspiel gab's einen klaren 34:24-Erfolg der Metzinger Mannschaft, die alle Akteurinnen an Bord hat. Rachel Wilhelm machte zwar eine Magen-Darm-Erkrankung zu schaffen. Die Linksaußen ist inzwischen aber wieder ins Training eingestiegen.
Beyeröhdes Trumpf-Ass ist die österreichische Torjägerin Laura Magelinskas. Aber auch die anderen Rückraumspielerinnen Anna Disselhoff und Ilka Held darf man nicht außer Acht lassen. TuS-Spielertrainerin Edina Rott spricht von einer »unangenehmen, aber lösbaren Aufgabe«. Die letzte Niederlage - das 23:24 in Zwickau - ist abgehakt, zumal die Partie schon 14 Tage zurückliegt. Vergangenes Wochenende war spielfrei. Die Partie in Sachsen habe das Team »nicht zurückgeworfen«, ist Spielmacherin Stefani überzeugt.
Auch Rott will nicht die total verschlafene erste Halbzeit in Zwickau als Gradmesser nehmen, sondern auf die positiven Aspekte der zweiten 30 Minuten bauen. Da habe das Team gekämpft, alles versucht und eine »super Einstellung« (Rott) entwickelt. Von ihrem Team fordert sie am Samstag »60 Minuten Vollgas«. Das Vertrauen in die eigene Stärke hat in Zwickau jedenfalls nicht gelitten. Duschner: »Wir haben gezeigt, was wir können und sind gut drauf.« (eye)