VfB Stuttgart
Champions League

VfB nach starkem 1:1 zwischen Stolz und Ärger

STUTTGART. Der VfB Stuttgart hat sich gegen den großen FC Barcelona viel Respekt erspielt aber keine gute Ausgangsposition für das Achtelfinal-Rückspiel in der Fußball-Champions-League.

Cacau brachte den VfB in der 25. Minute in Führung.
Cacau brachte den VfB in der 25. Minute in Führung. FOTO:  AP
Nach dem 1:1 (1:0) am Dienstagabend wird es nach Einschätzung von Sami Khedira "sehr, sehr schwierig", am 17. März in Spanien die nächste Runde zu erreichen. Cacau hatte den in der ersten Halbzeit über sich hinauswachsenden VfB in der 25. Minute in Führung gebracht. Den für den Titelverteidiger und Club-Weltmeister aus Barcelona so wichtigen Ausgleich erzielte Zlatan Ibrahimovic kurz nach der Pause (52.).
Stuttgarts Trainer Christian Gross sprach von einem "ehrenvollen aber nicht optimalen Resultat". Für das Rückspiel beim großen Favoriten sieht er aber dennoch Chancen. "Das ist möglich", sagte der Schweizer. "Ich habe Jens Lehmann gleich nach der Partie gesagt, dass er in drei Wochen das Spiel seines Lebens machen muss."

Vor 39 000 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena spielte der VfB von Beginn an mutig, mit viel Einsatz und hohem Tempo. Er ließ den FC Barcelona kaum einmal sein gefürchtetes Kombinationsspiel aufziehen.

Cacaus Kopfballtor nach einer schönen Flanke von Timo Gebhart war der Lohn für eine begeisternde erste Halbzeit. "Uns fehlte da allerdings das zweite Tor", merkte Gross kritisch an. Das rächte sich in der 52. Minute, als Ibrahimovic mit seiner ersten gelungenen Aktion das 1:1 erzielte. "Da haben wir nicht gut verteidigt", meinte Gross. Und Torwart Lehmann ärgerte sich am Ende, "dass wir Barcelona heute durchaus hätten schlagen können". Der VfB hielt zwar auch nach diesem Gegentor gut mit. Das Star-Ensemble aus Katalonien bekam das Spiel aber immer besser in den Griff.

Trotz der knapp verpassten Überraschung wurden die Stuttgarter von ihren Fans mit stehenden Ovationen gefeiert. "Ich bin stolz auf jeden Einzelnen. Die Mannschaft ist marschiert ohne Ende", sagte Manager Horst Heldt. Dem amtierenden Champions-League-Sieger und spanischen Meister nur eindrucksvoll Paroli geboten zu haben, war den VfB-Spielern danach aber nicht genug. "Im Fußball ist alles möglich", sagte Khedira. "Wir fahren in drei Wochen nicht nach Barcelona, um dort nur als Trainingspartner aufzutreten." (dpa)

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