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VfB Stuttgart - Im Europa-League-Qualifikationsspiel gegen Bratislava verzichtet Trainer Gross wieder auf den Nationalverteidiger, der möglicherweise den Klub verlassen könnte

Tasci außen vor

STUTTGART. Vier Tage nach dem verpatzten Bundesliga-Auftakt will und muss der VfB Stuttgart den letzten Schritt auf das europäische Fußball-Parkett erfolgreich meistern und einen möglichen Albtraum-Start in die Saison abwenden. Nach dem 1:0-Auswärtssieg im Hinspiel bei Slovan Bratislava reicht ein Remis für die Gruppenphase der Europa Leauge, aber nur ein klarer Sieg an diesem Donnerstag (20.00 Uhr/Sport1) kann die Stimmung im Schwabenland wieder aufhellen. »Wir werden alles tun, um das Spiel zu gewinnen«, versprach VfB-Trainer Christian Gross am Mittwoch.

Was ist los, Serdar Tasci? Die bisherige Nichtberücksichtigung des VfB-Top-Verdieners könnte auf einen Wechsel hindeuten.  FOTO: DPA
Was ist los, Serdar Tasci? Die bisherige Nichtberücksichtigung des VfB-Top-Verdieners könnte auf einen Wechsel hindeuten. FOTO: dpa
Natürlich weiß Gross, dass die bei dem ernüchternden 0:2 in Mainz überdeutlich zu erkennenden Probleme längst noch nicht gelöst sind. Doch der Schweizer bleibt seiner Linie treu und verweist darauf, dass der Umbau der Mannschaft noch Geduld erfordert. »Jede Veränderung braucht Zeit«, sagt Gross und gibt auch den Rufen nach Nationalverteidiger Serdar Tasci - der aufgrund seines WM-Urlaubs erst verspätet ins Training eingestiegen und derzeit außen vor ist - (noch) nicht nach.

»Boulahrouz und Niedermeier haben in Bratislava gut harmoniert. Änderungen sind nicht geplant«, erklärte Gross. Tasci spiele in seinen Plänen aber angeblich weiter eine wichtige Rolle. »Serdar wird seine Chance ganz sicher bekommen«, sagte Gross und bescheinigte dem 23-Jährigen eine vorbildliche Einstellung: »Er geht mit der Situation sehr professionell um.«

Pogrebnjak neben Cacau

Allerdings halten sich in den letzten Tagen hartnäckig Gerüchte, dass der wahre Grund für Tascis Nichtberücksichtigung ein möglicher Wechsel zu einem anderen Klub sein könnte. Und deshalb vor allem jeder internationale Einsatz zu vermeiden ist, da der gebürtige Altbacher sonst in dieser Saison auf europäischer Ebene nicht mehr für einen anderen Klub spielberechtigt wäre. Nach dem Werben von Juventus Turin und einem Anklopfen des Hamburger SV soll jetzt sogar Bayern München - die mit Martin Demichelis (siehe Geschichte unten) demnächst einen prominenten Abgang auf der Innenverteidiger-Position vermelden könnten - die Fühler nach dem 23-Jährigen ausgestreckt haben.

Unabhängig von dieser spannenden Personalie verlangt Gross von seinen Profis heute eine deutliche Steigerung. »Wir müssen noch konsequenter gegen den Ball arbeiten«, sagte Gross besonders in Richtung seiner beiden »Sechser« Gentner und Kuzmanovic und seiner Innenverteidiger. »Ich will mit der Mannschaft wieder zum Siegen zurück.«

Seine Anfangsformation verändern will der VfB-Coach im Sturm. Wie in Bratislava soll Pawel Pogrebnjak neben Cacau beginnen. Und falls der an leichtem Fieber erkrankte Philipp Degen ausfällt, würde Christian Träsch auf der rechten Seite in die Abwehr rücken. (dpa/fre)


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