VfB Stuttgart
Verletzungsmisere - Vor dem Bundesliga-Heimspiel-Auftakt des VfB gegen Borussia Dortmund fallen immer mehr Spieler aus. Neuzugang Audel muss sogar operiert werden

Stuttgarter Sorgen

VON FRANK ERNST

STUTTGART. Eigentlich sollte doch am gestrigen Tag Grund zur Zufriedenheit herrschen beim VfB Stuttgart. Am Abend zuvor die - wenn auch glückliche - Europa-League-Qualifikation, mittags dann die Freude über die Fertigstellung der Untertürkheimer Kurve sowie gute Europapokal-Lose (siehe Extra-Geschichte). Als Trainer Christian Gross und Sportdirektor Fredi Bobic aber den Blick vorausrichteten zum morgigen Bundesliga-Heim-Auftakt gegen Borussia Dortmund, da blickte man in zwei alles andere als zuversichtlich dreinblickende Gesichter.

Fredi Bobic war es dann vorbehalten, die schlechten Nachrichten zu verkünden: »Es ist bitter, dass zwei Neuzugänge länger ausfallen.« Denn der Schweizer Rechtverteidiger Philipp Degen (kam vom FC Liverpool) hat nicht nur einen Infekt, sondern ist am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt. Das kann wie Anfang des Jahres im Falle seines eineiigen Zwillingbruders David (Young Boys Bern) in drei, vier Wochen auskuriert sein - kann aber auch Monate dauern.

Absage an Aigner

Ebenfalls eine möglicherweise längere Zwangspause muss der vom französischen Erstligisten FC Valenciennes verpflichtete Außenstürmer Johan Audel einlegen. Der 26-Jährige hat sich bereits beim Pokaleinsatz in Babelsberg eine Fußverletzung zugezogen. »Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er sich bis jetzt durchgebissen hat«, sagt Bobic. Damit fallen nach Kapitän Matthieu Delpierre (Patellasehnen-OP) und Verteidiger Stefano Celozzi (Muskelprobleme) mittlerweile vier Spieler aus dem vermeintlichen 18er-Stammkader aus. »Wir werden auf jeden Fall noch was auf dem Transfermarkt tun. Ein der auch zwei Spieler sollen noch kommen«, lautet die Konsequenz von Sportdirektor Bobic.

Apropos Konsequenz. Als Reaktion auf die wieder schwache Abwehrleistung der Roten beim 2:2 gegen Bratislava soll jetzt doch Nationalverteidiger Serdar Tasci gegen Dortmund spielen. »Tasci hat gute Chancen, in der Startformation zu sein«, sagt Trainer Christian Gross, der nicht müde wird zu betonen, dass die Roten weiter in der Findungsphase seien. Auch Stürmer Martin Harnik winkt ein Platz in der Startformation.

Eine Absage erteilten die VfB-Verantwortlichen übrigens Offensivspieler Stefan Aigner (1860 München). »Er wird nicht zu uns kommen«, verkündete Fredi Bobic. Und auch die Wechselgerüchte um Serdar Tasci beendete Bobic - zumindest vorerst: »Er bleibt beim VfB. Ich habe ihm gesagt, dass er ein Spieler des VfB ist.« (GEA)


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