SSV Reutlingen - Nullfünfer bei Generalprobe mit Schützenfest. 7:0 im Testspiel gegen den Verbandsligisten FC Singen. 16 Spieler eingesetzt. »Wir haben sehr, sehr gut gespielt«
Blessin und Makarenko torhungrig
SINGEN. Das konnte sich sehen lassen: Fußball-Regionalligist SSV Reutlingen präsentierte sich beim Testspiel in Südbaden in Torlaune. Das 7:0 (4:0)-Schützenfest über den FC Singen hätte noch höher ausfallen können, doch die Nullfünfer ließen einige Groß-Chancen aus.
Das schmälert aber nicht den gelungenen Gesamt-Eindruck. Trainer Roland Seitz bescheinigte seinem Team, »sehr, sehr gut gespielt« zu haben. Man dürfe zwar das Ergebnis nicht überbewerten, weil der Gegner ein Verbandsligist gewesen sei. »Aber wir haben uns Torchancen erspielt und einige Tore gemacht. Das gibt Selbstvertrauen. Es tut gut, befreit aufzuspielen. Das war genau der richtige Test«, bilanzierte der Oberpfälzer, der mit seinem Team auf dem trockenen Kunstrasenplatz in Singen-Hohentwiel sehr gute Bedingungen vorfand. Die Partie war kurzfristig angesetzt worden, nachdem die Regionalliga-Begegnung gegen Darmstadt 98 dem Winter zum Opfer gefallen war. In der Generalprobe für das Punktspiel am Freitag (19 Uhr, Kreuzeiche-Stadion) gegen Großaspach imponierten die Stürmer. Alexander Blessin, der bereits beim 1:4 in Offenbach getroffen hatte, und Anton Makarenko waren jeweils dreifache Torschützen. Zudem verwandelte Alban Meha einen Freistoß zum zwischenzeitlichen 3:0.
Seitz setzte alle 16 mitgereisten Spieler ein. Einwechslungen hatten Umstellungen zur Folge. So spielten ab der 60. Minute Fabian Kurth und Fabrice Makiadi auf der rechten Seite, Ivan Cosic und Fabian Fecker bildeten die Innenverteidigung, Alban Meha rückte auf die Position von Andreas Rill in die Mitte und Dominik Bentele auf die linke Außenbahn. Seitz: »Nach diesen Wechseln haben wir vielleicht zehn Minuten ein bisschen den Spielfluss verloren. Aber in der Endphase hat die Mannschaft wieder schön Gas gegeben und noch zwei Tore erzielt.«
Singen hatte nur eine Chance durch einen Strafstoß in der 90. Minute, Neno Rogosic schoss am SSV-Tor vorbei. »Das hat mich geärgert, denn es war kein Elfmeter. Und es war wichtig, zu Null zu spielen«, erklärte Seitz, der seinem Team zwei Tage trainingsfrei gab. (eye)