SSV Reutlingen
Regionalliga - Nach zweieinhalb Monaten Spielpause wird's für den SSV Reutlingen heute Abend wieder ernst. Großaspach kommt mit drei ehemaligen Nullfünfern

»Gott sei dank geht's los«

VON FRANK PLEYER

REUTLINGEN. Vor zweieinhalb Monaten haben die Reutlinger Fußballer ihr letztes Regionalliga-Spiel bestritten. Kein Wunder, dass sie den Auftakt nach der Winterpause kaum noch erwarten können. »Gott sei dank geht's wieder los. Die Pause war sehr lang«, drückt Trainer Roland Seitz das Empfinden seines Teams aus. Nachdem das Tauwetter der letzten Tage Schnee und Frost den Garaus machte, steht dem Heimspiel an diesem Freitag (19 Uhr) gegen die SG Sonnenhof Großaspach nichts mehr im Wege.

Für den finanziell wieder sehr klammen SSV ist die Partie auch wirtschaftlich sehr wichtig, hatte man in der punktspiellosen Zeit doch keinerlei Zuschauer-Einnahmen, weil alle Testspiele auswärts ausgetragen wurden. Der Zwang zu massiven Kosten-Reduzierungen gerade auch im Kader-Bereich ist im Winter an der Kreuzeiche eine der beständigsten Notwendigkeiten. »Wir haben 20 000 Euro gespart und zwei Jahre hintereinander ein Plus bei den Spieler-Transfers gemacht. Das schafft niemand außer uns«, betont Seitz.

Noch etwas gutzumachen

In Großaspach spielen mit Rüdiger Rehm, Torhüter Kevin Kraus und dem in der Winterpause gekommenen Marc Golinski drei Ex-Reutlinger. Gegen den Aufsteiger haben die Nullfünfer noch etwas gutzumachen: Die 0:2-Niederlage im Hinspiel war neben dem 0:2 in Ulm die mit Abstand schwächste Darbietung der Reutlinger im bisherigen Saisonverlauf.

»Wir müssen Vollgas geben, kämpfen, gut spielen. Das ist unsere Pflicht«, stellt Seitz klar. Das Vorhaben, drei Punkte zu holen, liegt auch mit Blick auf die Zuschauer, die in der Vorrunde an der Kreuzeiche zu oft enttäuscht worden sind, auf der Hand. »Jeder Fan, der nach Hause geht, soll zufrieden sein«, gibt Seitz die Zielsetzung aus.

Nach wie vor hält der 45-Jährige einen einstelligen Tabellenplatz am Saisonende für »realistisch«. Zwar fällt Mittelfeld-Motor Andreas Rill (Achillessehnen-Probleme) höchstwahrscheinlich aus, doch steht der torgefährliche Marco Tucci nach seinem Bänderriss vielleicht für einen Kurz-Einsatz zur Verfügung. Sein Vertreter wird wieder Alexander Blessin sein. Der hat mit vier Toren in zwei Testspielen imponiert. »Ich habe zu ihm gesagt, dass er, wenn er so weitermacht, noch unser Torschützenkönig wird«, sagt Seitz mit einem Schmunzeln. In jedem Fall soll die Ausrichtung mit zwei Stürmern bleiben: »Die Mannschaft nimmt es gut an.« (GEA)


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