Sport
KOMMENTAR

Rad-Weltmeisterschaft Keine Zeit für neue Helden

Der Profi-Radsport steckt in seiner größten Krise. Daher wollen die Teams jedes (Groß-)Ereignis nutzen, um den Kontakt zum Publikum und den potenziellen Sponsoren zu wahren. Andererseits birgt diese Haltung auch die Gefahr, dass weitere Doping-Fälle vor den Augen der Weltöffentlichkeit die Ausgangslage bei Förderern und TV-Anstalten noch schwieriger machen würde.

In dieser Situation hat der Sport mit der Rad-Weltmeisterschaft in Stuttgart eine weitere Bewährungsprobe zu bestehen - bei der Tour de France war diese noch zum totalen Fiasko geraten.

Und so entsteht eine zwiespältige Erwartungshaltung. Einerseits werden allem Anschein nach auch an der Strecke zwischen Killesberg, Botnang und Feuerbach wieder mehrere hunderttausend Zuschauer stehen und die Fahrer anfeuern. Andererseits fährt längst bei jedem Rad-Rennen der Verdacht des Betrugs und der Leistungsmanipulation mit. Die Zeit ist noch nicht wieder reif für neue Helden der Landstraße, solange der Säuberungsprozess erst in Teilen der internationalen Pedaleur-Szene begonnen hat.

Daher werden im GEA die einzelnen Rennen und die Medaillen-Gewinner nicht im Mittelpunkt der WM-Berichterstattung stehen. Vielmehr sollen in erster Linie Situations-Beschreibungen und Hintergrund-Geschichten eine Sportart beleuchten, die um ihre Zukunftsfähigkeit kämpft.
Multimedia

Sportvideos

Unsere Kameraleute sind jetzt auf den Sportplätzen der Region für Sie dabei.
lesen »
Weitsprung

"Schwächen? Da muss ich nachdenken!"

Weitsprung Europameister im Interview mit GEA-Mitarbeiter Ewald Walker.
lesen »
Reitsport

Grand-Prix-Gala in Marbach

Die Holländerin Geertje Hesse erkämpft sich in fünf schweren Prüfungen den ersten Rang.
lesen »